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Scheidung von seiner Gemahlin erreichen zu können?' DerÜbertritt zur katholischen Kirche erfolgte 1673 in der Kapu-ziner-Kirche zu Mainz, in Folge dessen er auf die protestantischePräsidentenstelle am Reichskammergericht Verzicht leistenmusste. Seine Gemahlin durchkreuzte jedoch seine Scheidungs-bemühungen durch die bestimmte Erklärung, sie würde ihnniemals seines Ehebündnisses entlassen. Wenngleich LudwigEberhart die Agathe Luise wieder von Chatillon nach Ober-bronn kommen liess, so erkaltete seine Liebe zu ihr doch,nachdem die Rixinger Kaufgelder vergeudet waren, und ersandte sie hierauf nach Strassburg und Chatillon, wo sie sichmit einem Baron von Hornes verheirathete.
Die katholischen Freunde Ludwig Eberharts versuchtenseine Kinder wie seine Unterthanen ebenfalls zu bekehren,doch nur mit geringstem Erfolg. Nur der älteste Sohn, GrafPhilipp Ludwig, liess sich durch glänzende Versprechungenund durch seine reizende Gemahlin, die Marquise Gabriele deRouze, zum Übertritt zur katholischen Religion bewegen,während die Unterthanen, trotzdem Kapuziner in Grünstadteinrückten" und Religionsbedrückungen ? gegen die prote--stantischen Einwohner begannen, treu an der lutherischenLehre/esthielten"und sogar Religionsbeschwerden („gravamina")beim Reichskammergericht einreichten. Als Ludwig Eberhart1686 die Bürger nochmals in ihrer Religion bedrückte,' unddiese sich zur Wehr setzten, liess Ludwig Eberhart in derdamaligen französischen Reunionszeit 60 französische Dragonerzur Exekution kommen, die zwar arg hausten, aber doch dasvom Grafen beabsichtigte. Simultaneum in den Kirchen nichtdurchzusetzen vermochten.
Als die Gräfin Charlotte beim Reichsgericht klagte, weilihr kein Unterhalt verabreicht werde, wurde ihr 1672 ein an-ständiger Jahresgehalt ausgesetzt. Die alte Abneigung LudwigEberharts gegen seine Gemahlin dauerte aber fort, da seine