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Compagnieen Reiter und Fussvolk vor Oberbronn, nahm denOrt ein, liess die Sehlossthore aufhauen und das Schlossplündern. Ludwig Eherhart rettete sich durch einen Sprungaus dem Saalfenster des ersten Stocks in den Garten, brachhierbei ein Bein und entkam mit knapper Noth nach Strass-burg, wo er lange krank lag. Mehrere Einwohnerfielen, das Beamtenpersonal wurde in Ketten gelegt, alleWaffen, Pferde, Wagen, das Silber- und Zinngeschirr, alleMobilien, die Glocken weggeführt und das Archiv zerstreutund verbrannt. Ludwig Eberhart klagte aller Orten, bekamaber keine nennbare Hülfe. Daher warb er sich ein eigenesBataillon an und blockirte zweimal nun seinerseits die Be-satzung Oberbronns, das schliesslich trotz einmaligen kurzenEntsatzes durch den Pfalzgrafen von den auseinander laufendenSoldaten des Letzteren verlassen wurde. 1673 beendete dannein Vergleich den Streit zwischen beiden Theilen durch Ver-mittelung des Reichshofraths und des Kurfürsten Carl Ludwigvon der Pfalz, wodurch Oberbronn wieder in den Besitz Lud-wig Eberharts kam, worauf er dasselbe 1686 seinem SohnePhilipp Ludwig abtrat.
Während des Streites noch wurde Rixingen und Mörsperg1669 mit Zustimmung Graf Georg Wilhelms zu Leiningen-Schaumburg als Agnaten an den Dänischen Kanzler Friedrichvon Ahlefeld für 96000 fl. verkauft, womit die lothringischenSchulden bezahlt werden sollten. Doch vergeudete LudwigEberhart auch diese Summe 1 ). '
Nachdem Graf Ludw. Eberhart den kurzen Rest seinesLebens ruhig verbrachte, starh er am 14. Sept. 1688, vonNiemandem betrauert/, nach einem unchristlichen,'^verschwen-
9 Umfangreichos Aktenmaterial über Graf Ludwig Eberhart befindet siebim Archiv des Grafen K. E. zu Leiningcn-Westei bürg; ferner in den OberbronnerAkten zu Speyer E. 4290 und 4382.