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den Krieg ohnehin schon ruiniert waren, durch enorme Frohn-dienstleistungen noch völlig zu Grunde richtete. All' dieserAufwand führte natürlich dahin, dass auch in der Hofhaltung,zu welcher schon die Höninger Gefälle verwandt wurden, grosserMangel eintrat, und selbst die Zinsen nicht gezahlt werdenkonnten, und als auch das Mittel, die Unterthanen bei jederGelegenheit mit hohen Geldstrafen zu belasten, wobei selbstdie Rechtspflege nicht mehr unparteiisch geführt wurde, nichtmehr ausreichte, stellten ihm seine Beamten diesen Zustand ineiner energischen Eingabe vor Augen und verlangten eineÄnderung oder ihre Entlassung.
Es muss übrigens gesagt werden, dass allem Anscheinnac-h seine herrische Gemahlin den grössten Theil zu dieserUnordnung beitrug^zumal da der Graf wenig zu Hause war,sondern, fast immer bei seinen Bauten und Handwerkern, aufdem Bergwerk, der Schmelze und dem Hammer verweilte,selten zur Tafel kam und die Frau beliebig schalten und waltenliess. Seine Brüder Philipp II. und Ludw. Emich sahendiesem Treiben nicht gleichgültig zu, sondern suchten, sichinniger,'an einander anschliessend, dem Unwesen nach Kräftenzu steuern- sie schlössen u. A. mit Joh. Casimir am 4. Jan.1624 zu Oberbronn Verträge wegen Transferrrung des Wit-thums von Joh. Casimirs Gattin auf Neu-Leiningen, am 12. März1624 zu Alt-Leiningen wegen des Münzrechts, der Silber- undKupferminen und deren Erträgnisse, der Eheverträge und derGüterkäufe bezw. Verkäufe und zu Alt-Leiningen am 14. Juli1633 wegen Leininger Güter 1 ).
Wie furchtbar die Folgen des Krieges für das unglück-liche Land waren, zeigen uns folgende verbürgte Thatsachen 2 ).
U Oberbronner Akten, Speyer, E. 4289 und 4290.
2 ) Des Archivrath Knoch's "Westerb. Chronik im Archive des (trafen K. E.zu Lein.-Westerburg.