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Schon im Jahre 1622 hatten allein die Dörfer Monsheim undWachenheim 13 mal Einquartierungen, wobei sie 521 Gulden. für Föurage, 2000 Gulden für Abwendung der Plünderung und200 Thaler Brandschatzung zahlen und 2000 Pferde unterhaltenmussten, ungerechnet was Essen und Trinken kosteten. DerOberst Pappenheim forderte für einen erschlagenen Soldaten2500 Fl.; Monsheim hatte allein von 1625 bis 1628 über 12283Gulden Kriegskosten erlegt und ähnlich die übrigen Ortschaften.
1624 wurde der ganzen Grafschaft eine Kriegs-Contri-bution von 12000 Gulden auferlegt, die sogenannte DiTm-steinsche Anlage, zu deren Erzwingung die „Polaken" dieSchultheissen zu Grünstadt und Asselheim als Gefangene ab-führten und sie 2 Jahre lang festhielten. — 1634 wurde Neu-Leiningen, als schwedische Truppen in den Ort einrückten unddie Neu-Leininger sie mit Schüssen empfingen, von den Schwe-den geplündert; die Plünderung des Schlosses und des darinGeborgenen wurde durch Zahlung einer Brandschatzung ab-gewendet 1 ). Die Hungersnotli war allmälig so gross geworden,dass 1628 für ein 5pf'ündiges Brod ein halber Morgen Feldgegeben wurde. Nach alledem wird es nicht übertrieben er-scheinen, wenn bis 1628 aller durch die Kriegslasten? allein er-littener Schaden auf 5 Millionen Gulden berechnet würde,und dass in den folgenden Jahren das Land völlig wüst undleer dalag.
Dazu kam, dass Graf Johann Casimir, aus Hass gegenseine Brüder, und meist auf Antrieb seiner Gemahlin/Mieserund dem Hause Hohenlohe viele Legate zuwendete.
Graf Johann Casimir starb am 30. (20.?) Sept. 1635, 48Jahre alt, im 13. Jahre seiner traurigen Regierung.
Joh. Casimirs Gemahlin, war, wie schon erwähnt, Martha, 476Tochter des Grafen Wolfgang zu Hohenlohe-Neuenstein-
') Neu-Leiningen, Mitth. d. h. V. d. Pf. XI. S. 91.