Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
164
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Bernardine bekam als Aussteuer 6000 Thlr. (ä 69 Kreuzer)nebst standesgemässer Kleidung und Kleinodien, dagegen vonihrem Gemahl eine Wiederlage von 12000 Thalern, zum Wittwen-sitz Rauschenburg nebst 3 Dörfern und eine Morgengabe von1000 fl. Johann von Offen nahm für Bernardine am 15. Nov.1578 in deren Witthumssitz die Huldigung ein.

Die Ehe scheint nach Bernardinens zahlreichen Briefeneine glückliche und zufriedene gewesen zu sein. Nach 44jäh-riger Ehe Wittwe geworden, lebte sie von da an in Oberbronn,woselbst sie am 25. Aug. 1628 starb.

Ludwigs und Bernardinens Kinder waren:

1. Georg Philipp, geb. 10. Decemb. (Januar?) 1579; ersollte auf die Universität kommen, starb aber schon 10. Aug.1589 zu Alt-Leiningen.

2. Amalie, geb. 1581, starb 12. Mai 1582.

3. Ursula Maria, geb. 24. Febr. 1583, vermählt 14. Oct.1606 mit dem Erbmarschall Graf Max zu Pappenheim; dieEhepakten und der Verzicht der Gräfin sind datirt vom 14.Octob. 1606, die Heirathsverschreibung zwischen Beiden, wobeiUrsula Maria schon „Frau" genannt wird, vom 14. Nov. 1606 1 ).Im Verzicht heisst es u. A.: „Doch unbegeben dessen, so IhrerLiebden, uff den fall der gantz manlich stamme der Gravenund Herren zu Leiningen-Westerburg abginge, von rechts,billigkeit und herkommens wegen gepüeret, welches J. L. durchsolchen Verzink nitt benommen, sondern in alleweg vorbe-halten- sein soll;" bemerkenswert!! ist hiebei, dass GrafEmich XI. von Leiningen-Dagsburg-Hartenburg diesen Verzichtals Zeuge mit unterschrieb, eine Urkunde, welche bestimmte,dass eventuell dereinst die Lande auf die weibliche Nach-kommenschaft kommen solle — was die Hartenburgsche Linie

') Oberbronner Akten, Speyer, E. 4302, 10 Copien daselbst mit verschie-denen Vidimirungen von 1701 und 1710.