Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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des Schlosses Alt-Leiningen mit seinem stattlichen Treppen-portal und seinen interessanten Kellergewölben, sowie die Er-neuerung der Familiengruft zu Höningen, die 1569 beimKlosterbrand zerstört worden war. 1620 wurden die Mauernund Thürme Neu-Leiningens renovirt und zum Theil neu gebaut.

1618 wurde Graf Ludwig von Kaiser Matthias mit Schillers-heim, dem Kirchsatz zu Leihen, dem Zehnt zu Mietesheim,dem Burglehen zu Hagenau und einem Hof daselbst belehnt 1 ).

Mit Graf Simon zur Lippe, seinem Schwiegervater, stander und seine Gattin in regem Briefwechsel; Simon schenkteoder verschaffte dem Grafen Ludwig ostfrisische Pferde, währendLetzterer dem Grafen Simon die Weine besorgte. Ludwigwar 1590 und 1596 zu Besuch im Lippischen, seine Gattin1583 und 1592 2 ).

Ludwig starb 22. August 1622 und wurde in der Kirchezu Oberbronn beerdigt, da die Unruhen des 30jährigen Kriegsdie Erfüllung seines Wunsches, in der neuen Höninger Gruftbeigesetzt zu werden, nicht zuliessen.

Vermählt war Graf Ludwig mit Bernardine, Tochterdes Graf Bernhard zur Lippe und der Gräfin Catharina zuWaldeck- geboren 1563.

Die Verlobung zwischen Beiden fand statt, als die Braut11 Vz, der Bräutigam 17 Jahr alt war; 21. März 1575 wurdeein feierliches Verlobungsdokument zu Darmstadt errichtet,das Landgraf Georg von Hessen als Vermittler, der Bräutigamund dessen Eltern, Catharina und Simon zur Lippe, sowie diekleine Bernardine (Letztere mit kräftigem Namenszug: „BerntFroichen zur Lippe") unterzeichneten. Es heisst darin aus-drücklich,, es sei den beiden Ehegemecliten (-Brautleuten) vonihren Eltern und Freunden die Verlobung zu ihrem freien,

') Knoch, Westert». Chronik, 1. S. 73.

•) Beiträge zur Gesch. Lippe's, -Falkmann. V. Hand, S. 335.