Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
161
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Münzstätte zuerst in Alt-Leiningen uncl dann in Grünstadt einund schlug grosse Mengen vollwerthiger?Goldgulden und sil-berner Thaler, Halb- und Viertelthaler, Dick- und Weisspfennige,Groschen und Pfennige.

Nachdem er überhaupt seine Lande durch umsichtigeVerwaltung und günstige Erwerbungen zu hoher Blüthe undwirklichem Wohlstande gebracht hatte, gedachte er nun auchder äusseren Ehrenstellung, welche ihm und dem Hause ge-bührte. 1615 trug er daher beim Kaiser auf Erneuerung undBestätigung der dem Landgrafen Hesso durch Friedrich IV.1444 verliehenen Landgrafenwürde an, was aber, da von derHartenburger Linie aus Neid?Einsprache geschah, den sogen.Leininger Dignitäten-Process hervorrief, der, wie schon erwähnt,sich über H/s Jahrhunderte hinschleppte und mit grossen Kostenverknüpft war, ohne dafür irgend einen Ersatz!zu bringen.

Nichts destoweniger behauptete Ludwig nach wie vorohne Widerspruch von irgend einer Seite seinen fürstlichenSitz nebst Stimmein eomitiis imperii."

Da er erkannt hatte dass beim Übergang der LeiningerGrafschaft an Westerburg dieses üb er vortheilt worden war,liess er von der Westerburg die dort vorhandenen nötbigenUrkunden kommen, verlangte solche von Hartenburg undWorms, und drohte solche mit rechtlichen Mitteln herauszu-bringen; er bekam auch die Zusagen, doch wurde die Ange-legenheit tlieils absichtlich, theils in Folge des 80jährigenKriegs hingeschleppt und schliesslich vergessen.

Unter Graf Ludwigs Bauten sind ausser der Renovi ungvon Oberbronn noch hervorzuheben: Der prachtvolle Neubau

andere Ihre benachbartte Stände thun mit Umbsohriften, Bildtnussen, Wappenvnd gepräch anff beiden Seitten schlagen v. müntzen sollen v. an allen Endenbraueben." 46 Correspondenzen, die ertheilung des Miinzrechts betreffendvon 16011609, sind in den Oberbronner Akten zu Speyer, E, 4285.

Brinckmeier, Leiningen. 11