bürg am 13. Juli 1614 mit Graf Reinhart und Christof einenVertrag bezüglich künftiger Veräusserungen, und am 24. Aug.1615 zu Schadeck ebenfalls mit Reinhart und Christof einensolchen wegen der Zollgefälle am Rhein 1 ).
In den Oberbronner Akten zu Speyer, E. 4336, befindetsich ein interessantes „Inventarium des Haussraths zu Newen-Leiningen vom 11. Nov. 1612, Matthiss Diesen von Obrigheim,jetzigem Hofmann und seiner Hausfrawe im Beisein meinergn. Frawen (der Wittwe, Gräfin Amalie zu Leiningen-Wester-burg, geb. Falkenstein) gelieffert 1 ', das für die LokaleintheilungNeu-Leiningens wichtig ist; wegen seiner Weitläufigkeit wirddasselbe jedoch in besonderer Monographie behandelt werden;ebenso die a. a. 0. befindliche „Specification, was weyl. GrafLudwig zue Heining in wehrender Regierung acquiriret undan das Haus gebracht."
Als sich dicht bei der Burg Alt-Leiningen Spuren ehe-maliger Silber- und Kupfer-Bergwerke fanden, setzte er siewieder in Betrieb und suchte, da Kaiser Sigismund seinenAhnen 1428 erlaubt hätte, Erze zu graben, bei Kaiser Rudolf II.um das gleiche Regal nach, das denn auch zu Prag am 10. März1605 verliehen und 1620 und 1623 nochmals bestätigt wurde.Da das Bergwerk ausser an Eisen und Blaufarbe auch anSilber und Kupfer sehr ergiebig war, bewarb er sich auch umdas Münzrecht, das ihm von Kaiser Rudolf unter den ehren-vollsten'f-Ausdrücken und auch wegen der noch immer unver-goltenen venetianischen Gefangenschaft Graf Kuno's II zu Pragam 29. Januar 1611 gewährt wurde 2 ). Er richtete seine
l ) Oberbronner Akten, Speyer, E. 42 18. 6.).
-) Es heisst in der Erkunde — siehe Joseph, die Münzen des HausesLeiningen, S. 43 — von ihm und seinen Erben: „Inhaber des Stammhauss Lei-ningen, wann Ihnen solches gelegen und gefellig, gülden v. silberno Müntzsorttenklein v. gross, in massen des h. Keichs, Müntzedict v. Ordnung zulässt, vnd