Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
150
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Bereits 1551 waren die im Elsass liegenden AmterBansclienburg, Oberbronn (das alteBurn", einst im Besitz derOchsenstein, Lützelstein und Lichtenberg) und Niederbronn,das Erbe und die Mitgift seiner Gemahlin, der Gräfin Amalievon Zweybrücken, an Graf Philipp I. gefallen 1 ).

Dazu kamen 1570 nach dem Tode seines Schwiegervaters,Jacob von Zweybrücken-Bitsch, auch die Erbrechte in der Herr-schaft Bitsch; doch verkaufte Philipp 1573 diese Letztere wiederan den Herzog von Lothringen um 50000 Kronen. 1552 ver-machte Amalie, die ihren Gatten Philipp zärtlich liebte, dem-selben ihre sämmtlichen ererbten Güter. Endlich auch imJahre 1597, kurz vor seinem Tode, erlebte er das Erlöschender Westerburger Speciallinie, wodurch ihm der vierte Theilder Herrschaft Westerburg zufiel.

Philipp war ein treuer Anhänger des Kurfürsten Fried-richs H. v. d. Pfalz und befand sich viel in dessen Umgebung;so war er auch bei dessen Einzug in Nancy zugegen 2 ).

Am 9. April 1566 bestätigte, wie schon 'oben unter GrafKuno II. (No. 439) erwähnt, Kaiser Maximilian II. dem GrafenPhilipp I. sammt seinen Brüdern Reinhart II. und Georg I.das jus de non evocando, denFreiheitsbrief, vor frembdenGerichten nicht zu erscheinen" 3 ), und findet sich d. d. Augsburg28. Aug. 1582 noch eineConfirmatio privilegiorum Leiningen-Westerburg" durch Kaiser Rudolf II. 4 )

1572 schloss er mit dem Herzog Richard von Simmerneinen Vertrag wegen der Simmern'schen Leibeigenen zu

') Schöpfiii! Als. dipl. II. 460, s. auch Strassb. Post, No. 228, 19. Aug. 18S7.

) Thomas Annal. de vita et rebus gestis princ. Frid. II. elect. Palntini.Lpzg. und Fkft. 1624 (Stadtbibliothek zu Frankfurt).

'9 Notariell beglaubigt 2. Oct. 1594 und 16. Mai 1636. Darmstadt, hess.Haus- und Staatsarchiv, XII. Abtheilg., Adel, 3.

4 ) Oberbronner Akten zu Speyer, E. 4866.