— 140 —
digung eines Zwistes zwischen Westerburg und Runekel wurdeam 17. Mai 1538 zu Vilmar ein Vertrag aufgerichtet 1 ).
Vom Jahre 1538 ist 2 ) ein Salbucli Graf Kunos erhalten,das 1538 begonnen, später von Gräfin Ottilie zu Leiningen-Westerburg bis 1597 fortgeführt wurde und in welchem sichnoch Eintragungen bis 1619 finden. Von besonderem Werthesind die vielen Geburts- und anderen Daten, und ist diesesSalbucli in den nachfolgenden Blättern vielfach benützt.
19. März 1539 kaufte Kuno das dem Kloster Stephans-feld im Elsass unterstehende, aber eingegangene Kloster Hert-lingshausen (bei Alt-Leiningen), über das die Leininger GrafenKastenvögte waren, um 1311 fl.
11. Juli 1549 brachte er den Zehnten zu Grünstadt undMertesheim nebst dem Patronatsrecht an beiden Orten sowiedas Lungenfelder Hofgut zu Grünstadt um 16000 fl. auf 98 Jahreunterpfändlich und wiederlöslich an das Haus 3 ).
Durch weisen Haushalt muss Kuno seine Einkünfte ge-bessert und erhöht haben, sonst hätte er nach den Verlustenim Bauernkrieg und bei den bedeutenden Baukosten für dasSchloss Alt-Leiningen nicht solche Käufe machen können.
Dass Kuno Neu-Leiningen und Anderes an seine SchwesterEva unterpfändlich und auf Lebenszeit abgab, ist bereits obenunter Gräfin Eva (No. 437) gesagt; nach deren Tode, 1543, fiel derLeininger Theil Neu-Leiningens und deren andere Güter wiederan Kuno zurück, worauf er Neu-Leiningen seiner GemahlinMaria zum Wittwensitz bestimmte.
') Copie im Archiv des Grafen K. E. zu Lein.-Westerburg.
-) Zu Darmstadt im Haus- und Staatsarchiv, XII. Äbtheil., Adel, Leiningon-Westerburg, Conv. 157b. Extract aus weiland Graf Chuncn zu Leiningen etc.Salebuch, aufgerichtet im Jahre 1538; mit Fortsetzungen bis 1597 (und 1619),Papierhandsohrift, saeculi 18; aus 18 Fol. bestehend. Copie im Archiv des GrafenK. E. zu Lein.-Westerburg.
3 ) Knoch's Westerb. Chronik, I. S. 61.