Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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Da die Leininger und Churfälzer Bauern gemeinsam ge-sengt und geraubt hatten, so legte der Pfalzgraf Ludwig denErsteren eine Strafe von 2400 fl. auf, und trotz Protests derGräfin Eva zu Gunsten ihrer Unterthanen liess der Pfalzgrafdie Strafe nicht nach mit der Begründung: „eine solche Em-pörung müsse auf kaiserlichen Befehl nachdrücklich bestraftwerden"- doch liess er schliesslich „den 4. Pfennig" nach.

Am 12. Oct. 1525 schrieb 1 ) Graf Kuno von Westerburgaus an Bischof Reinhard von Y/orms wegen der Besetzungder ewigen Vicarie in Hertlingshausen mit einem tüchtigenPriester.

Von 1526 findet sich eine Quittung Kunos wegen abge-legter 80 fl. Manngeldes an dem Zoll zu Düsseldorf mit 800 fl.. 2 )

20. Febr. 1533 wurde Grünstadt auf Verwendung Kuno'sdurch Kaiser Karl V. vom Dorf zum Flecken erhoben und er-hielt dieser die Erlaubniss, 2 Jahrmärkte und 1 Wochenmarktabhalten zu dürfen.

Als Patronatsherr des Stifts Gemünden präsentirte er 18.März 1538 dem Erzbischof Johann III. von Trier den Cano-nicus Peter Richwcin aus Gemünden an Stelle des verstorbenenPropstes Richwein aus Westerburg zum Propst des StiftsGemünden 3 ).

Ein Zwist wegen Monsheim mit Ambrosius, Gerhard undHans von Wachenheim wurde am 1. Mai 1537 beigelegt 4 ). Miteinem Andreas von der Heyen muss er ebenfalls eine Irrunggehabt haben, da eine solche von Pfalzgraf Ludwig am 14. Nov.1538 zu einem gütlichen Austrag gebracht wird 5 ). Zur Been-

') Original im Archiv des Grafen IC. E. zu Loiningen-Westerburg.

'*) Cod. Germ. 2213, Band 63, S. 167 der Eönigl. Biblioth. z. München.

3 ) Idsteiner Archiv zu Wiesbaden, Gemünder Urkunden.

4 ) Auszug im Archiv des Grafen E. E. zu Lein.-Westerburg.

5 ) Speyer, Oborbronner Acten E. 4287.