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2 (1891)
Entstehung
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kräftiger zu betreiben, doch vergeblich; als nur noch wenigeWochen bis zum Ende des Urlaubs übrig waren, und keineHülfe vom Wiener Hofe zu erwarten war, musste sieh Kuno'sVater 1518 entschliessen, das hohe Lösegeld selbst zu zahlen,wozu er sein Land mit Schulden belasten musste. Kunowurde nun endlich frei, nachdem er im Ganzen 3 Jahre und10 Tage in Venedig gefangen gewesen war 1 ).

Als Kaiser Max 1519 starb, hatte Kuno noch 800 fl., seinBruder Philipp noch 1300 fl. vom Kaiser zu fordern; nachmehreren persönlichen Reisen Kuno's zur Erzherzogin Marga-rethe nach den Niederlanden erreichte er von dieser eine Ver-schreibung an Kaiser Karl V'., zu dem er nunmehr nachSpanien reiste. Derselbe zeigte sich ihm zwar überaus gnädigund liess ihm auch 150 Dukaten „zur Zehrung" auszahlen,sowie „gute Zahlung seiner Anforderung" zusichern, alleinKuno erreichte weiter nichts; 1520 wurde er zu Aachen aufden nächsten Reichstag (zu Worms), 1521 auf diesem auf dienouerrichtetc österr. Rentkammer vertröstet. Der Kaiser nahmnun Kuno und seinen Bruder Philipp „in Kriegsbestallung"auf und liess ihnen Beiden 300 fl. auszahlen; doch zog dieRentkammer die Sache von 1523—28 hin, wollte blos 400 fl.auszahlen und hatte selbst diese 1544 noch nicht einmal ganzerlegt, worauf die Angelegenheit nach damaligem Brauche in

') Kuoch, Westerb. Chronik; Neu-Leiningen, M. d. k. V. d. Pf., XI. S. 87 ;Rhein. Antiquarius II. 3.

Als beinahe 300 Jahre später Graf Christian zu Leiningen-Westerburg imMai 1809 bei Lavis und Trient siegreich focht, eroberte derselbe hierbei (vermuth-lich in Trient?) eine Kanone, die er bei näherer Betrachtung als eine Feldschlangemit dem Leiningen-Westerburg'schen Wappen erkannte. Der Rhein. Antiquarius(Mittelrhein, II. Abth. III. Band), der diese Thatsache erwähnt, glaubt, dass dieseKanone zugleich mit Kuno II. in die Gewalt der Venetianor gerathen sei. Obdiese Vermuthung zutrifft, oder welch anderes Kricgsgesckick diese Kanone dahingeführt hat, liess sich nicht feststellen.