Berechnung von 1520 ebenfalls mit 500 fl. notirt, die ihm derKaiser schuldet "J.
Da Philipp nur wenige Monate regierte und in die Ge-schichte des Hauses nicht weiter eingriff, wird er — der Glcich-mässigkeit mit den anderen Historiographen halber — nur alsPhilipp bezeichnet, während „Philipp I." weiter unten er-scheinen wird.
Kuno II.
Graf zu Leiningen-Westerburg, des heil. röm. Reichs Semperfrei.
Erster Sohn Graf Reinharts I. aus zweiter Ehe. Geborenam 27. Sept. 1487. 1511 trat er in lothringische Kriegsdienste,verliess dieselben aber nach 2 Jahren wieder und begab sichnach den Niederlanden zu Kaiser Maximilian I., bei dem er inebenso hohem Ansehen stand, wie sein Bruder Philipp. 1514machte er den Kriegszug gegen Venedig mit, zu dem er demKaiser 70 aus eigenen Mitteln ausgerüstete Reiter zuführte;er wurde nach Laibach, Friaul und Soff kommandirt und zeich-nete sich durch grosse } Tapferkeit und Umsicht aus, wurdeaber am 20. Januar 1515 mit 500 Mann durch 1500 Venetianerin Portenau eingeschlossen; 2 Stürme schlug er ab, mussteaber, durch Hunger getrieben, kapituliren und sich gefangengeben; für ihn allein wurde ein bedeutendes Lösegeld (Höheunbekannt) gefordert, und als dasselbe in Wien nicht gezahltwurde, führte man ihn am 16. Febr. 1516 in die „Custodi Tho-risal" ab (Gefängniss „Ternosa" zu Venedig, in dem er allein22 Monate sass). Im iSmonatlichen Waffenstillstand, 1517,vergass man seiner; Kuno nahm daher gegen Bürgschaft einen4monatlichen Urlaub, um seine Auslösung in Wien selbst
') „Was Kaiser Carolus V. die Röm. Künglich Wal cost im 1520 Jar."B. Greifi, Augsburg 1870, S. 23. (Graf Emieb IX. von Leiningen hatte 2050 fl.zu fordern.)