Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
132
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4eckigem Baret und hat folgende Umschrift: Vorderseite:„Reinard. ex baron: a. Westerbvrg. e. comi. in Leiningen, deca:maior Coloni:"; Rückseite: „Prvdens perspicacitas amorqverecti. M. D. XXXXI"

Bei der Wahl Kaiser Karls V., 1519, muss er irgendwiethätig gewesen sein, denn es findet sich die Nachricht, dass derKaiser ihm für die Wahl 500 fl. schuldete 1 ).

2. Eva, geboren 1481, gestorben am 28. Febr. 1543 zu/ Neu-Leiningen und in Höningen begraben 2 ). Ihr war von ihremVater zum Unterhalte auf Lebenszeit das Schloss Schadeckan der Lahn nebst dem Zolle zu Caub zugetheilt. Sie stiftete1537 zu Grünstadt ein Spital für die Landesarmen, das 1531von Kaiser Carl V. bestätigt wurde, und war wegen ihrerWohlthätigkeit hochverehrt. Nach dem Tode Philipps, ihresBruders, erhob sie an ihren anderen Bruder Kuno wegen ihresmütterlich Eingebrachten, das sich auf 8000 fl. belief, Ansprüche.Da dieser wegen der. aus seiner venetianischcn Gefangenschaftherrührenden Schulden sie nicht befriedigen konnte, räumte erihr 1522 Grünstadt nebst 6 Dörfern, seine Hälfte an Neu-Lei-ningen, Schaumburg, Schadeck, den Burgsitz zu Montabaurund den Zollturnos zu Caub „unterpfändlich und nutzniesslichmit aller Hoheit, auf Lebenszeit" ein; auch wurde ihr „zugesagtdie Belehnung an den Lehenshöfen auszubringen" 3 ). So hatteEva, die ein energischer Charakter gewesen sein muss, inner-halb der Grafschaft ihre eigene Besitzung und „regierte auchallein bis an ihr Ende als Regentin." 1522 bezog sie dann

') „Was K. Carolus dem V. die Römisch Kiinglich Wal cost im 1520.Jahr", B. Greift, Augsburg 1870, S. 22.

2 ) Nach Graf Cuno's Salbuch (im Darmstädter Archiv) hätte „vnsere FrauSchwester Eva Einen von Nassau-Weilburg gehabt," was aber nicht zutrifft.

3 ) Knoch's Westerb. Chronik, und Nou-Leimngen, Mitth. d. hist. Ver. d.Pfalz, XI. S. 87 und 88.