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Aus der I. Ehe Graf Reinharts I. stammten 3 Kinder:
1. Reinhart, gehören 29. März 1479. Er wurde 1502 436Canonicus in Cöln, 1506 Oanonicus zu Mainz, und kam durchseinen Bruder Philipp mit kaiserlicher Hülfe 1516 auf dasStift Trier. Er starb am 13. Aug. 1540 zu Zons als Dom-dechant und liegt im Cölner Dom begraben 1 ). Vom ihm istein mit 5 Knochenpartikeln von Heiligen (darunter 1 vom heil.Hubertus) angefülltes silbernes und vergoldetes Reliquiar er-halten, das er seiner Schwester Margarethe, Aebtissin zuBoppart 1538 schenkte, und auf welchem nachstehende Worteauf der Rückseite eingraviert sind: „Reinhart Graff tzu Linigenher tzu Westerburch, dumdechent tzu Colen, vnd probst z. C.seiner herzfrintlicher lieben schwesteren 1538." Bei der Seque-stration des Klosters (Marienberg zu) Boppart wurde es ver-kauft, war eine Zeit lang (bis 1887) im Besitz des HauptmannsWürz zu Bonn und ist nun im Besitz des Grafen Karl Emiehzu Leiningen-Westerburg 2 ).
Dieser Reinhart muss eine bedeutende Persönlichkeit ge-wesen sein, denn 1 Jahr nach seinem Tode schlug man zuseinem Gedächtniss eine treffliche Denkmünze, von der sichein Exemplar im kais. Münzkabinet zu Wien erhalten hat. Siezeigt das Brustbild des Grafen 3 ) in pelz verbrämtem Talare und
') Nach Guden, Cod. dipl. II. 864. No. 77 hat das im Cölnor Dom befind-liche Grabmal dieses Grafen Reinhart zu Lein.-Westerburg folgende Aufschrift:„Reverendus illustris ac generosus D. Reinhardus ex comitibus a Leiningen etbaronibus a Westerburg, decanus Coloniensis ac ejusdem et hujus metropolitanarumecclesiarum canonicus, naturae debitum persolvens e vivis exiit Idibus Augusti1540. Cujus animae Dous miseratur. Amen." Gegen die sonst übliche Annahme(16. Juli) wird hier sein Todestag entschieden auf den 13. Aug. gesetzt, und diesenicht anzuzweifelnde Inschrift giebt den Tag jedenfalls richtig an.
-) Dasselbe ist auch als „Monstranz" erwähnt in Chr. de Stramborg,Metrop. eccl. Trever., Coblenz 1855, I. S. 589, 7.
3 ) Er sieht Luther sehr ähnlich.
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