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walten sollten; diese Aenderung des bisher üblichen Erst-geburtsrechts rührt daher, dass Reihhart seine zweite Gemahlin,von der Kuno stammte, innigst geliebt hatte und er Kunodaher ebenso wie den Aeltesten begünstigen wollte; seinerTochter Eva vermachte er Schadeck und den Cauber Zoll-turnos; die anderen Kinder sollten geistlich werden. Die KlosterSeligenstädter Güter vermachte er in seinem Testament zueinem Altar der Kirche zu Westerburg. Graf Reinhart starbnach tliatenreichem Leben im Februar 1522 und wurde nebenseinem Bruder Kuno im Kloster Höningen beigesetzt. DasGrafenkollegium, dessen Stütze er war, beklagte in einem be-sonderen Condolenzschreiben dessen Krankheit und Tod, „weilenes nicht wenig an ihme verlolirn" 1 ).
Graf Reinhart I. war 2 mal vermählt:
434 I. Am 5. Februar 1476 mit Anna, Philipps von EppsteinGrafen von Königsstein Tochter, die ihm 5000 fl. mitbrachte,auf Schadeck verwidmet war, aber schon am 9. April 1483starb a J.
435 II. mit Zymeria 3 ), Graf Gerhards von Sayn Tochter, ge-boren 1469, verlobt 1484; doch musste wegen zu naher Ver-wandschaft erst der päpstliche Dispens eingeholt werden, sodass die Vermählung erst am 12. Aug. 1485 stattfand; siestarb am 2. Juli 1499 zu Westerburg an der Pest und ruht zuGemünden. Ihre Mutter war eine geb. Gräfin von Sirk, undhatte nach deren Tode Reinharts Kindern ein Antheil amSirkschen Erbe zugestanden; Reinhart suchte auch beim Herzogvon Lothringen um Belehnung mit einigen Stücken der Herr-schaft Sirk nach; doch leider ohne Erfolg.
') Knoch's Westert). Chronik I. S. 56.
2 ) Knoch's Chronik setzt den Todestag auf den 23. Mai.
3 ) In Graf Cuno's Salbuch (T)arrnstädter Archiv) wird sie „Cymbaria"genannt; in der Hinlichsverschreibung zwischen ihr und Reinkart' von 1485„Zymmeria". Diese letzte Urkunde ist in den Speyrer Oberbronner Akten.