Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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Afterlehen. Gemeinschaftlich werden die Aemter der Amts-kellner, Pförtner, Thurmhüter, Wächter, und Förster besetzt.Der Neu-Leininger Wald darf nur zu Bau- und Brennzweckenverwandt werden. Zur Erhaltung der Festungswerke werfender Graf und der Bischof jährlich eine bestimmte Summe aus. -Von da an herrschte Ruhe und Friede zwischen den 2 Be-sitzern; 1520 setzte Reinhart seinen 2. Sohn Philipp auf Neu-Leiningen, der denn auch in der Burg bis zu seinem Tode,1522 wohnte und vieles an derselben verbesserte 1 ).

Als Kaiser Maximilian zum Reichstage in Worms am18. März 1495 einritt, war Graf Reinhart in dessen Begleitungund genoss er.,überhaupt' dessen wie der Reichsstände grösstesVertrauen. Verschiedene Irrungen wurden ihm zum recht-lichen Austrag übergeben; so 1487 zwischen Kurpfalz undKurtrier wegen der Herrschaft Neumagen und des Zehntenzu Hedelberg zur Rhaügrafschaft gehörig; 1511 zwischen derSaynschen Wittwe und Graf Johann zu Sayn; zwischen Mainzund Sachsen wegen der Stadt Erfurt; 1514 in Sachen der un-gehorsamen Stadt Aachen u. A. m. — 2 ).

Zum Schutze des Erzbisthums Trier nahm Reinhart mitSalentin und Gerlach von Isenburg-Grenzau und Anderen zuCoblenz an einer Vereinigung von Rittern und Städten theil 3 ),wie er denn auch einer der ersten Grafen war, welche 1515dem neu sich bildenden Grafenvereine beitraten, in welchemer 1521 den Vorsitz lührte 4 ). Von den Wetterauischen Grafenwurde meistentheils er nach den Reichstagen abgeordnet, so1505 nach Cöln, 1515 nach Landau und Augsburg, 1517 nach

') Neuleiningen, Mitth. d. hist. Ver. d. Pfalz, XI. S. 84—86.

2 ) Knoch, Westert). Chronik I. S. 51.

3 ) Reck, Gesch. der Häuser Isenburg, Eunckel und Wied. 134. Hontheimhist. Trev.

4 ) Nach Knoch's handschriftlicher Chronik, I. S, 51.