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veranlasst, manche Veraeusserungen vor; so gelangte im Jahre1481 die Vogtei Wintershaim an die Pfalz 1 ). Ursprünglich zurGrafschaft Leiningen gehörte auch Langenwolheim, kam aberaus der Hesso'schen Verlassenschaft gleichfalls erst zur Hälfteund 1481 gänzlich an die Pfalz 2 ).
1490 gerieth Graf Reinhart mit der Stadt Göln in Streit;er hatte in diesem Jahre mit Mainz, Trier, Pfalz und Hessengegen diese Stadt wegen eines von ihr neu angelegten Rhein-zolles ein Bündniss geschlossen. Der Kaiser mahnte zwarden Grafen Reinhart von Feindseligkeiten ab, doch leistete erkeinen Gehorsam. Während seine Bundesgenossen den Verkehrauf dem Rhein sperrten, Ä musstef' er auf dem Westerwald allenAb- und Zugang von und nach Cöln verhindern. Im Friedens-schluss 1491 wurde Reinhart ausdrücklich mit einbegriffen.
Mit seinem Schwager 3 ) Dietrich von Runckel war er wegenSchadecker Grenzstreitigkeiten zerfallen. In einem Vergleichsicherte Reinhart dem Grafen Johann von Runckel einenTheil von Schadeck nebst 1200 Gulden zu; doch hielt diesnicht lange vor, da Johann 1499 mit Reinhart und dessen SohnKuno in Fehde gerieth. Ein neuer, nicht näher bekannterVergleich beendigte aber diesen Streit 4 ).
Reinliart's Streben ging dahin, Neu-Leiningen ganz inseinen Besitz zu bekommen und suchte er daher beim Bischofvon Worms um Belehnung mit der Wormser Hälfte nach;1506 hatte auch Emich VIII. die gleiche Belehnung bei Wormserbeten. Doch gab sie der Bischof keinem von Beiden. Aufwiederholtes Drängen Reinliarts, verlangte er endlich 3000 Gulden,
') "Widder, Beschreibung der Pfalz III. 07; Wosterburgisehe RechtlicheAuszüge etc., Beilage 29.
2 ) Widder, a. a. 0. III. 65.
3 ) Knoch, Westerb. Chronik, I. S. 50.
4 ) Mülmanns ArchivaliensaTuniluug, auch Reck a. a. 0. S. 139.