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2 (1891)
Entstehung
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die Capelle zu einer Klosterkirche zu erlieben und alle hieransich reihenden Privilegien zu ertheilen. Papst Paul II. starb(28. Juli 1471) darüber hin und erst sein Nachfolger Sixtus IV.erliess die erbetene Bulle am 25. Aug. 1471 1 ). Es wurde auchangeordnet, dass der Caplan zu Vachungen ein Mal wöchent-lich in der Burgkapelle zu Schaumburg Messe lesen sollte 3 ).

Wegen des Besitzes von Bliersheim gerieth er mit demDeutschordenscomthur in Irrung, da Landgraf Hesso den demConvent zu (Ibersheim gehörigen Hof gekauft aber nicht be-zahlt hatte. 1481 führte der Erzbischof von Trier einen Ver-gleich herbei, wonach die Besitzer, Reinhart und PfalzgrafPhilipp, dem Orden 4600 rheinische Gulden zahlen musston.Mit dem Deutschordensmeister Wernhor Oberstolz gerieth erdann abermals in Streit, doch brachte es am 10. März 1487 derPfalzgraf Philipp bei Rhein zwischen Beiden zu einem Ver-gleiche 3 ), wie dieser früher schon, am 9. Juni 1479, gleichfallsStreitigkeiten, die zwischen Reinhart und der Margaretha Clausentstanden waren, beigelegt hatte 4 ). Von 1487 datiert auchein für Reinhart 1. ausgestellter Lehnrevers des Doctor ThomasDornberg über ein Fuder Weins zu Kindenberg und das Hub-gericht daselbst 5 ). Auch stammt vom 8. März 1487 ein Ver-trag zwischen Graf Reinhart und Adam Walbach wegen Gülte-forderungen 6 ).

Neben den vorhin angeführten schönen und werthvollenErwerbungen kamen aber auch jetzt noch, zum Theil durchdie topographisch ungünstige Lage der einzelnen Landestheile

') Annal. d. Ver. Nass. Altertk. IV. (1855) S. 131.

P Zinsregister des Klosters Vachungen von 1470.

•') Original im Münchner Reiehsarchiv, abschriftlich auch im Lehmann'schenActennacklasse in Heidelberg.

4 ) Widder, Beschreibung der Pfalz III. 65.

s ) Pergameuturkunde im Germanischen Museum zu Nürnberg.

•*) Original im Münchner Reichsarehiv.