sich auch Hessen mischte, welchem er vorher grosse Dienstegeleistet und dabei 1479 hei Einbeck und im Stift Bliedenstadtgrossen Schaden erlitten hatte. Eben so hatte er mit denenvon Wolfskehl ihrer Lehen wegen 1478 eine Fehde, welche zuGunsten der Westerburger entschieden wurde 1 ).
Von Kurtrier wurde Reinhart 1482 zum Rathe bestelltund versprach 1490, dem Kurfürsten mit 6 Mann dienen zuwollen, wofür er 1490 die Landhofmeister- und Oberamtmanns-stelle zu Montabaur bekam. 1497 kommandirte er im AuftrageTriers die Belagerung Bopparts, das von Trier, Pfalz, Mainz,Solms, Isenburg und Hessen umschlossen wurde; „er für seinePerson hatte Boppart hierzu Fehde ansagen lassen und nahmes schliesslich nach 12 Tagen ein 2 ). £<4
In grossem Ansehen stand Graf Reinhart bei Kurpfalz;im Jahre 1482 wurde er zum Rath, Burggraf und Amtmannzu Kaiserswerth und späterhin 1510 zum Vicedom in der obernPfalz und zum Oberamtmann in Bayern bestellt, was er jedoch,da es ihm nur Lasten verursachte und nichts einbrachte,bald aufgab!
1478 wurde er auch von Hessen zum Rathe ernannt undzog 1490 mit 50 Pferden mit dem Landgrafen zu Feld; da er-sieh aber später dem hessischen Land- und Guldenzoll wider-setzte, kündigten ihm 40 hessische Adlige 1496 Fehde an,deren Ausgang aber unbekannt ist. Als während der Mino-rennität Landgraf Philipps in Hessen grosser Zwiespalt herrschte,wollte Kaiser Maximilian den Grafen Reinhart zum Regentenvon Hessen ernennen; was hieraus wurde, ist ebenfalls unbekannt.
Von Kurköln und vom Herzog Wilhelm von Jülich wurdeReinhart auch zum Rathe bestellt 3 ).
') Knoch, "Westerb. Chronik I. S. 49.
2 ) Hontheim, hist. Trever. II. S. 130.
3 ) Knoch, "Westerb. Chronik, I. S 49,