II
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Reinhart IV., 433
Semperfreier Herr zu Westerburg und Schaumburg,
später:
Reinhart I.,
Graf zu Leiningen-Westerburg, des heil. röm. Reichs Semperfrei.
Geboren am 28. August 1453, war er bei dem Tode seinesVaters (Graf Kuno starb 1459) erst 6 Jahre, hei dem Tode desLandgrafen Hesso zu Leiningen (I. No. 70) 14 Jahre und beidem Ableben seiner Grossmutter Margaretha (No. 425) 17 Jahrealt; er wurde anfangs von seiner Mutter, hauptsächlich aber vonseiner Grossmuttcr erzogen, und kam 1468 nach Heidelberg, wo eram Hofe des Pfalzgrafen Friedrich I. weilte und zu seinerweiteren Ausbildung die dortige Lloehschule besuchte. Zuseinen Studien waren ihm schon 1468 mehrere geistliche Be-neficien angewiesen.
Solange seine Grossmutter Margarethe noch lebte, nannteer sich nur Semperfreier' Herr zu Westerburg und erscheintsomit in der Geschichte so lange als Reinhart IV. Nach demTode derselben aber, 1470, vereinigten sich unter ihm die vonseiner Grossmutter ihm überkommenen Leiningenschen Graf-schaftsgüter mit den von seinem Vater ererbten WesterburgischenBesitzungen, und so nannte er sich anfangs Herr zu Westerburgund Graf zu Leiningen, sowie auch Graf zu Leiningen undHerr zu Westerburg, bis er endlich, als Emich VII. von Lei-