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2 (1891)
Entstehung
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wurde; Reinhart sollte die Hälfte von Burg Schadeck um „600reinische gülden Churfurstenmuntz am Reine'' verpfänden;Umenau, Ferwert, Enderich und Obernhrochen dem Junkervon Westerburg gehören; Dietrich von Runckel solle hievonden halben Theil nehmen, die Brücke weiterbauen und derBurgfrieden zu Schadeck genau bezeichnet werden; die beidenGerichte zu Wengen, Vilmnr, Gemünden und Seck solltenBeide handhaben, wie bisher u s. w. — 1448 kam denn auchdurch Vermittlung des Grafen Friedrich von Leiningen-Dagsburgder Hauptvertrag zum Abschluss 1 ), der Folgendes bestimmte:Schadeck wurde für 1200 Gulden zur Hälfte an Runckel ver-pfändet, die Schuldbriefe an den Grafen Friedrich von Lei-ningen ausgeliefert. Die Brücke solle vollendet, die Gefangen-schaft der Leute gelöst werden; bei Verkäufen oder Ver-pfändungen müsse ein Theil dem Anderen den Vorzug geben;Zwietracht und Spannung solle aufgehoben sein. Hiedurchtrat endlich Ruhe ein.

Aus dem bisher Gesagten folgert die Wahrnehmung, dassReinharts Leben ein unruhiges und sorgenvolles fwar. ImmerKampf und Streit zu seinem Nachtheil, so dass die Einkünftegeschmälert wurden daher unter ihm so viele Verpfändungenvon Westerburger Besitzungen. So wurde 1423 an Eberhardvon Wilstorf! der Antheil an Cleeberg verpfändet, ein Drittelvon Schadeck an Nassau, zugleich mit der Vergünstigung, denCleeberg'schen Antheil einlösen zu dürfen; 1428 musstenWesterburg und Schaumburg an Kurtrier für 5000 Gulden,1429 die Hälfte von Westerburg an Reiffenberg, 1432 dasSchloss Schaumburg an Nassau-Vianden und 1437 die Hälftedieses Schlosses an Nassau-Katzenelnbogen unterpfändlich ver-schrieben werden. Dazu kam 1447 die Verpfändung der Hälftevon Schadeck an Runckel: in der That eine schwere Schulden-

') Ebenda, Beil. No. 84, S. 244.