Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
106
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Hessen vorher sicheres Geleit mit 100 Pferden ertheilt hatte.Hier wurde denn ein Vergleich geschlossen, wonach kein Thoilden anderen zu entschädigen verbunden sei. Doch bestellteLandgraf Ludwig Herrn Reinhart im gleichen Jahre zumAmtmann in Molsheim und Limburg; aber dies währte nurbis 1441, weil Runckel dann diese Ämter an sich brachte 1 ).

1436 hatte Reinhart III. dem Dietrich von Runckel eineFehde angesagt und zwar weil Conrad Schütz von Holzhausen,ein runckler Burgmann, vor dem Schlosse Schadeck mehrereWesterburger Unterthanen gelängen und weggeschleppt hatte.

An kleineren Fehden Reinharts III. sind kurz dieIrrungen mit den Grafen von Sayn und Borich Winter 1435,mit denen von Dernbach und Waldmannshausen 1436, mitFriedrich Walpot von Ulm 1440, mit Graf Johann von Nassau-Beilstein wegen der „Grafschaft zum Westerwald" 1441 bis 1444,mit Ulrich von Cronberg 1444—47 und anderen Adeligen zunennen, wobei man sich gegenseitig manchen Schaden zufügte.1447 sagte Rcinhart III dem Grafen von Nassau-Dietz Fehdean, weil er wegen der Niederlage in den Stippaclier Lückennoch starke Forderungen an den Nassauer hatte.

Auch einen Streit mit dem Olerus hatte er auszufechten.

Die Stiftsherren von Gemünden waren schlechte Haus-halter und wollten namentlich auch ihrem Westerburger Herrnseine Schirmvogteirechte schmälern. Daher wandte sich Rein-hart an das damals in Basel abgehaltene Concil und erwirkteauch alsbald am 14. Novemb. 1440 eine Bulle 2 ), in welcher

0 Arckivrath Knochs "Westerb. Chronik.

2 j Kremer, Orig. Nass. II. 326. — Commissio concilii Basiliensis pro in-forniatione super jure presentandi ad canonieatum ecelesiae S. Severi in Gemunden.Dat. Basileae VIII. Kai. Dec. an. 1440. Darin keisst es: „Nobilis viri BeynardiBaronis de Westerburg Domini temporalis loci in Schawenburg Trevir. dioeesis.'"(Westerburger Archiv).