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2 (1891)
Entstehung
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„Zum Westerwald". Ohne Fehde anzusagen, fiel dieser in dasWesterburgische Dorf Hildenhan. Als Reinhart ihn zur Ver-antwortung forderte und sein wider Recht und Ehre streitendesVerfahren den Bundesgenossen anzeigen zu wollen drohte,kam es 1436 zum Frieden, worin u. A. festgesetzt wurde: „dieGetödteten sollten vor unseren Hergott gestellt (!)", die Gefan-genen losgelassen und die Männer, welche ihre Lehen auf-

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gesagt hatten, wieder eingesetzt werden 1 ). — 1435 brach aber-mals eine Fehde mit Nassau aus, doch ist nicht bekannt, mitwelcher Linie und aus welchem Grunde, aber die Nassauerüberzogen das ganze Westerburger Gebiet, wurden aber vonReinhart III. am 20. October 1435 bei Gemünden gänzlichgeschlagen 2 ).

1436 gerieth Reinhart auch mit dem Landgrafen vonHessen in Streit, weil er das in der Grafschaft Solms gelegenehessische Schloss verbrannt zu haben beschuldigt wurde. ImNamen des Landgrafen kündigten ihm 22 Herren und RitterFehde an. Reinhart liess sich aber auch jetzt nicht'schrecken,sondern rüstete sich, fügte dem Landgrafen viel Schaden zu,bedrängte dessen arme Leute zu Hermannstein und branntediese Burg sowie Schlierbach nieder. Endlich vermittelte derErzbischof von Cöln, und beide Tlieile kamen 1438 zu Monta-baur zusammen, wohin Reinhart III. dem Landgrafen von

') Archivrath Knoeh's Chronik im Archiv des Grafen K. E. zu Leiningen-Westerburg.

*) Lehmann, S. 97, führt diese Fohde nach einem „verblichenen, ganz un-leserlichen gleichzeitigen Manuscript" an, das ihm aber nie vorgelegen hai, vondem jedoch Itnoch in seiner Westerb. Chronik Bruchstücke wiodergiebt; Dieseliessen sich aber nach der Gräfin Ottilie zu Lein.-Westerburg „Vcrzeichnuss" von1588 theilweise ergänzen; danach lagen am 20. October 1435 700 Nassauer, da-runter 120 Armbrusler, bei Gemünden; von diesen fingen die Westerburger 27,wobei nur 1 Westerburger fiel; Letztere waren überhaupt nur 60 Mann stark und„behielten die Westerburger das Feld mit Ehren?'