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2 (1891)
Entstehung
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sitze behalten. Da nun Johann nicht zahlen konnte, so wurdedurch Graf Wilhelm von Wied 1384 eine gütliche Ueberein-kunft vermittelt 1 ), nach welcher Reinhart II. die HerrschaftWeltersburg noch 3 Jahre im Besitz behalten solle, doch dürfeer währenddem kerne neue Forderung zu der alten Schuldhinzuschlagen; nach 3 Jahren aber sollten seine Ansprüchebefriedigt, die Saynischen Gefangenen aber alsbald ohne Löse-geld freigegeben werden. Da aber auch nach 3 Jahren dieSchuld nicht getilgt werden konnte, blieb Reinhart im Besitzeder Burg und Herrschaft Weltersburg.

1387 begleitete er den Erzbischof Kuno von Trier aufdessen Zuge in dem Kriege des Herzogs von Barr gegen dieGrafen von Zweybriicken und Veldenz, und weil er dabei 8 Pferdeverlor, wies der Erzbischof ihm dafür 200 schwere Gulden aufseinen Zoll zu Boppart an 2 ).

1388 hatte er mit dem Grafen von Nassau eine.,,ärgerliche"Sache. Dieser beschuldigte ihn widerrechtlich,^ er habe zuSiegen 8 Kühe geraubt, auch die Burg Freudenberg überfallen.Obwohl nun für die Beschuldigung jede Thatsache fehlte, warReinhart H. doch, wie es scheint, von seinem Ankläger desLandfriedensbruches beschuldigt, und so fordert Graf Ruprechtvon Nassau 1388 als Landvogt der Wetterau die Städte Mainz,Frankfurt, Worms, Speyer, Hagenau und Petersheim, seineEides- und Bundesgenossen, auf, ihre festgesetzte Anzahl Rei-sige nach Sonnenberg zu schicken, um den Grafen Adolph vonNassau-Dietz, Reinhart II. von Westerburg und Johann vonWaldmannshausen zu züchtigen. Unter des schwachenfKaiserWenzels Regierung waren damals die Zustände „überhaupt" sozerrüttet, und überall herrschten Willkür und Ziigellosigkeitso sehr, dass Städte und Herren sich zu ihrer Sicherheit ver-

') Nach dem Original abgedruckt bei Lehmann, Beil. nr. 56, 8. 206.-) Lehmann, D. v. "W., Beil. No. 58, S. 208,