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2 (1891)
Entstehung
Seite
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aber Weltersburg als Witthum angewiesen war und auch vonihr herrührte, so nannte sie sich nach ihres Gemahls Todenicht mehr allein Frau von Westerburg, sondern immer „Kuni-gunde von Sayn, Frau von Weltersburg", wie aus Quittungenderselben von 1372, 1375, 1378 und 1383 ersichtlich ist 1 ).

Nach ihrem Tode verlangte Sayn die Rückgabe vonWeltersburg, die aber wegen rückständiger Dotalgelder ver-weigert wurde, wobei es blieb.

Aus dieser Ehe stammten 2 Söhne und 1 Tochter:420 1- Reinhart II., der Nachfolger seines Vaters.

414 2. Johann. Er widmete sich anfangs der Kirche und

erscheint um 1391 als Archidiakonus im St. Lubentiusstifte zuDietkirchen, da aber sein Bruder Reinhart II. nur einen ein-zigen Sohn hatte, verliess Johann den geistlichen Stand undschloss für seinen Unterhalt mit seinem Bruder einen Vertrag,wonach dieser ihm lebenslänglich Weltersburg zur Hälfte,jährlich 100 fl. von dem Zolle zu Boppart und den sechstenTheil an Cleeberg zusicherte, wogegen Johann auf alle anderen414a. Ansprüche verzichtete. Er vermählte sich nun mit Anastasia,geb. Gräfin von Leiningen, Tochter des Grafen Emich V. vonLeiningen-Hartenburg 2 ), und V/ittwe des Wildgrafen Friedrichvon Kyrburg, die ihm als Aussteuer die Burg Welstein, mitwelcher sie von ihrem ersten Gemahl (der um 1384 lebte) bewidmetwar, zubrachte, mit der ihn dann auch der Erzbischof von Trierbelehnte. Am .10. Dec. 1396 untersiegelt er die Urkunde, worinsein Schwager Emich VI. von Leiningen seine sämmtlichenBurgen dem Erzbischofe von Mainz öffnet, als sein Bruder zumErzbischof erwählt wurde. 1397 sagte er der Stadt Cöln eine

') Lehmann, D. v. "W., Beil. 49 und 55, S, 193 und 206. Die Originaleder Urkunden von 1375, 78 und 83 im Archiv dos Grafen It. E. zu Loiningen-Westerburg.

2 ) Reck: Häuser Isenburg, Runokel und Wied, pag. 127.