Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
70
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Als Kaiser Ludwig dies stolze Lied hörte, schalt er denHerrn von Westerburg und sagte, „he wolde ez der frawengebessert haben." „Da nam der herre von Westerburg kurzeZit unde saide, he wolde den frauwen bessern unde sangdaz lit:

In Jamers noden ich gar vurdreven binDurch ein wif so minnecliche u. s. w."

Da sprach der Kaiser Ludewig: „Westerburg, du hastuns nu wol gebessert." 1 ).

Reinhart I. starb nach , v thatenreichem" Leben 1353 undwurde in der Gruft zu Gemünden beigesetzt 2 ).

Er war zweimal vermählt:

1. mit Bertha (Behta, Bechta) von Falkenstein 3 ). Am 13.December 1331 fand die Eheberedung statt zwischen Reinhartund dieser Bertha, wobei der erstere sich mit 100 Mark Pfennigen,die sein Schwager Philipp von Falkenstein ihm giebt, zufriedenerklärt und verspricht, keins der eingebrachten Güter ohneWissen seines Schwagers und der Herren Gottfried zu Eppen-stein, Ulrich zu Hanau und Kuno von Palkenstein zu ver-setzen oder zu verkaufen, sondern dieselben sicher zu stellen.

1 ) Monum. Germ, bist., Limburger Chronik, Tom. IV. P. I. p. 28.

2 ) Ebenda.

3 ) J. Steiner im Archiv für Hess. Gesch. I. Beilage B. zur Gesch. derDynasten von Ealkenstein nennt sie Elisabeth von Ealkenstein, welche 1293und 1300 vorkomme, und als ersten Gemahl Gottfr. v. Bruneck gehabt habe.Dem widerspricht aber schon die Eheberedung. Uebordies war Reinhard I. 1315noch jung und vermählte sich erst 1331. Dass sie Bertha hiess, beweist auchdie im Neuen Hanauer Salbuch No. 3776 (Marburger Staatsarchiv) in der Noteangeführte „Reychtung -1 zwischen Reinhart und seiner Gattin Behta und andrer-seits Ulrich von Hanau, v. 21. Sept. 1337,