Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
62
Einzelbild herunterladen
 

— 62 —

dem Erzbisehofe die halbe Burg Schadeck mit allem Zubehörabtreten und sich damit begnügen, die andere Hälfte alsTrier'sches Lehen zu empfangen 1 ).

Am 25. Mai (Urbanstag) 1346 sprechen Reinhart und seinSohn Johann die Stadt Limburg der eidlich bekräftigten Ver-bindung ledig 3 ).

Vom 2. Mai 1346 stammt ein Sühnebrief zwischen Ulrich,Herrn zu Hanau mit allen seinen Helfern, und Herrn Reinhartvon Westerburg und Behtin (Bertha), seiner ehelichen Wirthinund allen ihren Helfern 3 ). Ebenfalls 1346 verpflichtet sichReinhart, einen Sohn „zu eym elichen Mann des Edel HerrinDochter Jolians Grauen zu Nassowe" zu geben, und zwar sollesein Sohn der einzige Erbe der Herrschaft Westerburg sein;dagegen soll Graf Jobann seiner Tochter „zwölff hundertMarch pengen Limpurger Werunge, darfür iem Schaumburgpandes stat," geben. Ein weiteres Erbtheil soll die Tochteraber nicht mehr verlangen. Sollte sie aber ein Erbtheil fordern,so müsse sie die 1200 Mark „wyder inwerfen", und sie solldann das Erbtheil nehmen, „zu dem sie geboren ist." DieVermählung soll nach 10 Jahren stattfinden, „vnd darumb hanwir ien bewyset . . . . vf alles das Gut, das wir han vf demWesterwalde, mit gehangnisse des Edeln Mannes vnsersSwagers Grauen Hynrichs von Nassowe" 4 ).

Als am 11. Juli 1346 Kaiser Ludwig von den drei geist-lichen Kurfürsten und einigen weltlichen zu Rhense abgesetzt

') Lehmann, Dynast, von Westerburg, Beil. No. 27, S. 144. Original inCoblenz.

-) Reinhart siegelt für sich und seinen Sohn.

:1 ) Besiegelt von Ulrich von Hanau und seinen Bürgen, aber nicht vonReinhart von Westerburg, s. Neues Hanauer Saalbuch im Staatsarchiv zu Mar-burg nr. 3771.

4 ) Hagelgans, Nassauische Geschlechtstafel pag. 43.