Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
61
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Ebenfalls 1343 versprachen Reinbart nebst Graf Wilhelmvon Wied dem Kaiser Ludwig zu Mergentheim, demselbenauf jedesmaliges Verlangen mit 100 behelmten Mannen zudienen; sie wären jedoch nur dann zu täglichem Dienste ver-pflichtet, wenn auch der Markgraf Wilhelm von Jülich undder Graf Gerlach von Nassau dem Kaiser ebenfalls täglichenDienst leisten würden, worüber der Kaiser ihnen eine besondereschriftliche Versicherung ausstellte 1 ). Am 28 Juni 1344wirdRein-hart des Pfalzgrafen und Herzogs Ruprecht des Aelteren Mann' 1 ),nachdem er wegen Gerlach Knebels von Katzenelnbogen eineStreitigkeit gehabt hatte, die jedoch gegen Ende 1343 (sieheoben) gütlich ausgeglichen wurde. Er trat hierbei gegen 20Pfund Heller bei dem Pfalzgrafen Ruprecht I in dasselbe Ver-hältniss, wie er früher bei dessen Bruder Rudolph II. ge-standen hatte.

Am 4. September 1344 finden wir Reinhart nebst demGrafen Ruprecht zu Virneburg und Rudolph zu Wertheimals Schiedsrichter in einem Streite zwischen Heinrich vonIsenburg und Ivonrad zu Trimberg wegen der Burg Birstein 3 ).

Trotz des eine Zeit lang anscheinend freundlichen Ver-hältnisses mit dem Erzbischof Balduin von Trier gerieth ermit diesem heftigsten Feinde deS v Kaisers Ludwig doch wieder ,inneue Fehden. Er suchte sich den Zugeständnissen, die ihm abge-nöthigtlwaren, zu entziehen; der Erzbisehof aber sammelteein Heer und eroberte im Mai 1346 sowohl die Feste Schadeck,wie auch das dem Grafen von Isenburg gehörige Grenzau.Leiderfhnusste Reinhart in dem hierauf vermittelten Frieden

0 Nach dem Originale abgedruckt in Lehmann, Dynasten etc., nr. 24,S. 140, und erzählt in Knoch's handschriftlicher Chronik.

2 ) Koch und "Wille, Regesten der Pfalzgrafen am Rhein, S. 152, nr. 2513;Lehmann, Dynasten etc. nr. 26, S. 143 aus dem Carlsruher Copialbuch 457. 45u. Pfalz. Copialbuch in Frankf. Fol. 210.

3 ) G. Simon, Geschichte des Hauses Isenburg u. Büdingen, III. 139.