Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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Die Ruhezeit wurde durch einen Ruf Kaiser Ludwigs desBayern unterbrochen, dem er abermals wichtige Dienste leistete,und zwar sowohl im Kriege als durch Geld. Er hatte dem-selben früher schon 4000 Pfund Heller vorgeschossen undin dem Kriege gegen Johann von Böhmen beliefen sich seineKosten wieder auf 2000 Pfund Heller, für welche Summen ihmLudwig, als er 1336 mit demselben bei Wasserburg im Feldelag, einen grossen Turnosen von jedem den Rhein auf- oderhinabfahrenden Fuder Weins auf den Zoll zu St. Goar anwies,wovon er den Grafen Wilhelm von Katzenelnbogen benach-richtigte 1 ). Zugleich verleiht er ihm 1336 das dem Kaiser vonReichswegen zustehende Recht, die Stelle eines Propstes indem Seversstifte zu Gmiinden bei vorkommender Erledigungzweimal nach einander zu besetzen 2 ).

Im Jahre 1340 finden wir Reinhart in einer langwierigenFehde mit Ulrich von Hanau, die aber durch ErzbischofHeinrich von Mainz und andere gute Freunde in einem Ver-gleich beendet wurde. Noch vor der Beendigung schenkte erden zehnten Theil seiner Besitzungen bei der (noch jetzt sogenannten) Scliiffenberger Mühle mit Einstimmung seiner Ge-mahlin Kunigunde dem Deutsch-Orden 3 ).

Am 29. December 1343 schliesst Reinhart in Mainz mitdem Pfalzgrafen Rudolph, sowie mit Ruprecht dem Aelterenund Jüngeren eine Sühne wegen „Stoss und Auflauf" zwischenihm und Gerlach Knebel von Katzenelnbogen einer-, und demPfalzgrafen andererseits 4 ).

') S. Lehmann, Dyn. v. Westerburg, Beilage No. 22, S. 138. Original imArohiv des Grafen K. E. zu Lein.-Westerburg.

'0 Ebenda, Beilage No. 23, S. 139; auch bei Knoch.

3 ) Annalen des Vereins für Nassau. Alterth. I. 108, wo diese Miihle als„molendinum dictum Hedwigsmühlene" bezeichnet wird.

4 ) Lehmann, Dyn. von Westerburg, Beilage No. 25, S. 141; Koch u. Wille,Regest, der Pfalzgrafen am Rhein, S. 137, No. 2276; s. auch S, 151, No. 2499,Original in München, Hausarchiv.