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siDrecliungen und Verpflichtungen, deren Erfüllung Graf Adolfübernimmt, wenn er durch den Beistand des ErzbischofsSiegfried zum Kaiser erwählt werde 1 ). Am 20. Mai 1292 fanddie Wahl statt, und am 24. Juni wurde Adolf nebst seinerGemahlin Imagina vom Erzbischofe Siegfried zu Aachengekrönt, welcher Feierlichkeit auch Siegfrieds Bruder, Hein-rich I. von Westerburg, beiwohnte 3 ) Schon wenige Tage nachseiner Erwählung, am 29. Mai 1292, schwört König Adolf zuBoppard, dass er die mit dem Erzbischof Siegfried getroffeneUebereinkunft treu halten werde, wiederholt sein Versprechenam 13. Sept. desselben Jahres nochmals, zeigt am 4. Oct. 1292der Behörde von Sinzig an, dass er die Stadt dem ErzbischofSiegfried verpfändet habe und fordert sie zum Gehorsam gegendenselben auf, überträgt ihm an demselben Tage auch alleRechte und Einkünfte der Stadt Duisburg gegen eine SummeGeldes bis zur Rückzahlung, und befiehlt der Stadt, dem Erz-bischofe zu huldigen 3 ).
') Original im Cölner Stadtarchiv; Dr. Ennen, Quellen der Geschichte der StadtCöln, hat noch zwei andere Documente aufgefunden, welche den grossen Antheil,den Erzbischof Siegfried an Adolfs Erwählung hatte, bestätigen.
2 ) Die Chronisten sind nicht einig, ob König Adolf auf Betreiben desKönigs Wenzel von Böhmen oder des Erzbischofs Siegfried von Cöln auf dendeutschen Königsthron erhoben worden sei. Urkunden darüber fehlten bis jetzt.Dr. Ennen hat nun drei Documente aufgefunden, die jeden Zweifel beseitigenund diese Frage in entscheidender Weise lösen. Sie liefern den klaren Beweis,dass Erzbischof Siegfried es war, der, um mit den Worten König Adolfs selbstzu sprechen, „den Grafen von Nassau auf den deutschen Königsthron erhobenhat". Das interessanteste und wichtigste der Documente ist die obenerwähnteumständliche Wahlcapitulation, in welcher Graf Adolf von Nassau am 26. April1292 die Bedingungen specificiert, unter denen Siegfried erbötig ist, dem Grafendie deutsche Königskrone zu verschaffen. S. die Beilage zum Anzeiger für Kundeder deutschen Vorzeit 1866. Nr. 2. pag. 77.
3 ) Sämmtliche hieher gehörige, die Erzählung des Archivrath Knoch unddes Pfarrer Lehmann bestätigende Documente befinden sich, im Original oderin Abschrift, im Städtischen Archiv in Cöln.