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in der Mark befehdet und kehrte auf dem Rückwege bei demGrafen Adolf von Berg zu Reinsberg ein, scheinbar ausgesöhnt.Nach reichlichem Mahle begleitete ihn Adolf mit 4 Mann hisDeutz. Hier aber fielen 100 erzbischöfliche Söldlinge überAdolph her und schleppten ihn gebunden in ein bereit liegen-des Fahrzeug, in welchem auch Siegfried zugleich mit überden Rhein fuhr 1 ); Adolf wurde vom Rrzhiscbnf niüht. mr>li>■
freigelassen und starb im Kerker.
Um diese Zeit legte er den Grkirche in Bonn 2 ), erbaute aber gleichfalls, um sich vor denEmpörungen der Kölner zu schützen, die Feste Bruel, denstarken Thurm zu Berka am Rhein und die Burg von Sons,obwohl er am 18. Jan. 1289 mit Cöln bezüglich aller zuV/orringen erlittenen Verluste eine Sühne abgeschlossen hatte 3 );Die eingeäscherten Dörfer erstanden wieder durch ihn, undder Wohlstand des arg mitgenommenen Landes wurde eben-falls durch Siegfried wieder gehoben.
Bald nachher fanden zwischen dem Erzbischofe und demGrafen Adolf von Nassau mehrere Verhandlungen in Bezugauf die Königswahl statt, namentlich enthält eine Urkunde(eine Wahlcapitulation) d. d. Andernach, 26. April 1292, Ver-
') Er soll den Grafen von Berg in ein feuchtes Verliess haben einschliessenu. an heissen Tagen in einen eisernen, an der Stadtmauer befestigten Käfig setzenlassen, entkleidet u. mit Honig bestrichen, den Wespen ausgesetzt. Auf dieBitten u. Versprechungen der Freunde des Grafen von Berg habe er erwidert:— „ihn und die Seinigen ernähre der heilige Petrus, er brauche des Grafen Güternicht; er wolle ihn und Jeden nur lehren, was es auf sich habe, einen Kirchen-fürsten zu beleidigen und Hand an ihn zu legen." Er wolle nicht dessen Land,sondern nur die durch diesen erlittene Dernüthigung und Ungerechtigkeit vor-gelten. S. Reck, Isenburg, Wied und Runckel p. 91, und Knoch, handschriftlicheChronik.
2 ) Von Alzen, Gesch. des fränk. Rheinufers. Auch Reck.
a ) Orig. im Cölner Archiv, abgedruckt bei Lacomblet II. 870.
Brinckmeier, Leiningen. 3