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Ferner erhielt der Erzbischof gegen Zahlung von 6000Mark vom Könige Adolf die Burg und den Zoll zu (Kaisers-)Werth 1 ). Ueberhaupt erfreute er sich bis an sein Ende derGunst seines königlichen Schwagers. Durch des LetzterenVermittlung geschah es auch, dass am 31. März 1294 zuFrankfurt zwischen Siegfried und dem Grafen Heinrich vonNassau ein Vertrag zu Stande kam, wonach dieser Heinrichauf allen Ersatz des Schadens, den er durch die Schlacht beiWorringen erlitten, verzichtet*).
Auch gegen die jederzeit zum Aufruhr geneigten CölnerBürger stand König Adolf dem Erzbischofe dadurch bei, dasser am 18. Aug. 1296 die Erklärung abgab, er werde gegen dieCölner die Reichsacht aussprechen, sobald Erzbischof Siegfrieddieses verlange 3 ), und bereits am nächsten 2. Sept., d. d. Wester-burg, erbittet dieser die Verhängung dieser Acht 4 ).
Am 7. April 1297 starb dieser gewaltige Mann zu Bonnund wurde daselbst in der Münsterkirche beigesetzt (nicht inCöln, da diese Stadt, ausser in der Reichsacht, auch im Kirchen-banne lag 5 ). Zu den jetzt spurlos verschwundenen Grabdenk-mälern der Bonner Münsterkirche gehört 6 ) auch der ehemalsim Westchore gewesene Sarkophag des kölner ErzbischofsSigfried von Westerburg. Ueber Sigfrieds Grabe erhob sichein, wahrscheinlich von dem Bruder des Verstorbenen, demBonner Stiftspropste Reinhard von Westerburg, errichtetes
*) Boehmer, Reg. Imper. nr, 132.
•) Im Cölner Stadtarchiv.
8 ) Lacomblet II, 96.
4 ) Van Alpen, Gesch. des fränkischen Rheinufers; Ennen, Quellen zurGeschichte der Stadt Cöln, III. 408 und 409.
ä ) In ecclesia sive sede archidiaconali pp. Cassii et Florentii. Vergl.Joannis Rer. Mogunt. fol. 274.
6 ) Nach einer Mittheilung des Kaplan Prischen an St. Martin in Bonn ausder „Bonner Zeitung" von 1869.
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