zerstört werden sollten, sobald er die daselbst errichtete Burgder Grafen von Jülich in seine Gewalt bekommen haben würde.
Mit kluger Voraussicht hatte er sich mit den Cölnern zuverständigen gesucht, denn von allen Seiten drohten ihm bereitsGefahren. Schon am 22. Febr. 1277 versagte ihm Walram vonFalkenburg und Montjoye die Lehenstreue 1 ), und als ob diesein Signal gewesen wäre, tauchten auf allen Seiten Feindeauf. Ein so entschlossener, klar in die Zukunft blickenderHerr, wie der Erzbischof, hatte sich aber nicht überraschenlassen. Arn 21. März desselben Jahres erneuerte er mit demHerzoge von Brabant ein Schutzbündniss, welches schon vorherbestanden hatte und nur während der Fehde mit Jülich aufkurze Zeit unterbrochen wurde 5 ). Gegen die Grafen von Jülich,von der Mark, von Arnsberg u. a. schloss er am 24. Oct. 1277ein Bündniss mit dem Bischof Conrad von Osnabrück, welcherihm mit 100 Bewaffneten beizustehen versprach, und gegen dievorhin genannten Grafen von der Mark und von Arnsberg, sowie gegen Heinrich von Hessen und den Herrn von Waldeckverbündete sich mit ihm auch der Abt Heinrich von Corvey 3 ).
Indess scheint es für jetzt nach keiner Seite hin zu einemernstlichen Zusammenstosse gekommen zu sein. Sogar einerseiner entschiedensten Gegner, Eberhard von der Mark, söhntsich am 15. Juni 1278 mit ihm aus, wobei er sich verbindlichmachte, die Festungswerke von Iserlohn, Lüdenscheid etc.niederzulegen und ihm seine Rechte in der Vogtei zu Essenund in Unna und den Zehnten in Umling zu lassen 4 ).
Für die augenblicklich herrschende Ruhe sprechen aucheinzelne Regierungs- und Privathandlungen aus dieser Zeit.
') Im Cölner Stadt archiv.
2 ) Lacomblet II. 699.
3 ) Lacomblet, II. 70S.
4 ) Lacomblet, III, 716.