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2 (1891)
Entstehung
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und 10 Canonici von Essen den Erzbisehof Siegfried von Cölnzu ihrem Vogte erwählen 1 ).

Erzbischof Siegfried wurde schon gleich nach dem Antrittseiner Würde in Fehden verwickelt, die sich bis zu seinemTode hinzogen, und wenn er auch vielfach zu Gewaltschrittengenöthigt wurde, so war er doch sicherlich auch einer derkampfbereitesten hohen Geistlichen, die es je gegeben. Alsdie undankbaren Cölner Bürger sich mehrmals zu Unruhenverleiten liessen, schwieg der Erzbischof anfangs dazu undliess höchstens einzelne Warnungen ergehen. Eben so wenigschien er manche drohende Anzeichen von aussen beachtenzu wollen; als aber seine Feinde, zu denen namentlich auchdie Anhänger des von Siegfried verdrängten Conrad gehörten,sogar in sein Gebiet einbrachen und plündernd und verwüstenddarin wirthschafteten, musste er endlich Ernst machen undseinen Feinden beweisen, dass er sie zu züchtigen die Machthabe. Es gelang ihm auch bald, dieselben derartig zu be-drängen, dass sie sich genöthigt sahen, sich mit einander durchein festes Bündniss zu vereinigen. Zunächst hatten, durch dieRüstungen des Erzbischofs erschreckt, die benachbarten Fürstenund Grafen sich am 7. April 1277 zu Schutz und Trutz ver-bunden 3 ). Es waren dies namentlich Heinrich II. von Isenburgnebst seinen Söhnen Gerlach von Isenburg-Ahrenfels undLudwig von Büdingen; diese schlössen sich einem westphälischenBündnisse an, das der Bischof Simon von Paderborn, LandgrafHeinrich Herr zu Sas, Graf Wilhelm von Jülich und seineSöhne Wilhelm Adolph von Berg und sein Bruder HeinrichGottfried von Sayn, Otto von Nassau, Engelbert von der Mark,Gottfried von Arnsberg, Theodorich gen. Löf von Cleve,

') Aus dem Copiarium des Domstifts.

2 ) Keck, Gesch. d. Häuser Isenburg, Wied u. Runckel, p. 84. Auch Schaten

in den Paderborner Annalen, Urk. nr. 78.