Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
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aus päpstlicher Machtvollkommenheit zum Erzbischofe vonCöln ernannt habe. Siegfrieds Concurrent musste später sichmit einer Abfindung von 6000 Mark begnügen.

Eine von Siegfrieds ersten Amtshandlungen war, die StadtCöln, welche wegen ihres Aufstandes gegen den ErzbischofEngelbert und wegen der Gefangennahme desselben in dieReichsacht erklärt war, am 2. Juni 1275 von dieser Acht frei-zusprechen, mit der Zusage, die hierzu nöthigen Vollmachtenbinnen Jahresfrist herbeizuschaffen 1 ), und weist an demselbenTage die Pröpste und Dechanten der Stifte, die Priorender Klöster und die Pfarrer an, die Stadt auch von denKirchenstrafen zu absolvieren 2 ). Am folgenden 5. Juni versprichter der Stadt, wegen und während des zwischen ihnen bestehendenFriedensstandes sie in allen ihren Privilegien zu schützen, undan demselben 'l äge versprachen zwar die Cölner Behörden, demErzbischofe Siegfried alle seine Rechte zu wahren 3 ), doch hieltendie Cölner schlecht Wort, wie wir weiterhin sehen werden.

Am 7. September desselben Jahres empfängt der Erbischofin Cöln von der Gräfin Mechtilde von Sayn die Burg Wiedsamrnt den dazu gehörigen Ortschaften Wiedheim, Neustadt 4 )etc., hier möge gleich noch bemerkt werden, dass am 7. OctoberWalram von Bergheim dem Erzbischofe Siegfried seine BurgBergheim aufträgt und sie als Lehn zurückempfängt (nacheiner alten Copie im Cölner Stadtarchiv), und dass am 26. No-vember 1275 die Pröpstin, 11 Canonissen, so Avie der Dechant

') Lacomblet II. 671. Original im Stadtarchiv zu Cöln.

2 ) Lacomblet II. 672. Urkunde im Cölner Stadtarchiv. Er nennt sichdarin: Syfridus Dei gratia sancte Coloniensis ecclesie archiepiscopus, sacri [romani]Imperii per Italiam archicancellarius."

:1 ) Aas dem Copiarium des Domstifts Cöln im Stadtarchiv zu Cöln.

4 ) Cölner Copiarium.