Druckschrift 
2 (1891)
Entstehung
Seite
22
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einer derselben, Siegfried, errang sich eine hohe Stellung undeinen berühmten, aber auch gefürchteten Namen und übtegrossen Einfluss auf die damaligen Zeitverhältnisse aus. DieKinder waren:

1. Isolde, die zweite Gemahlin Bruno's III. von Isenburg-Braunsberg (1266).

2. Adelheid, Gemahlin des Grafen Heinrich zu Solms.

3. Siegfried, Herr zu Westerburg, Erzbischof von Göhl

und Kurfürst, des heil. röm. Reiches Erzkanzler; er war einkühner, geistig hochbegabter Herr, welcher, trotz seines erz-bischöflichen Standes, eine, wie es scheint, unbezähmbareKriegslust mit der Ausübung seines geistlichen Berufesvereinigte.

Obwohl der älteste der Brüder, war er doch zum geist-lichen Stande bestimmt. Geboren um 1236, kommt er bereits1270 als Dompropst in Mainz vor, wurde unter ErzbischofEngelbert H. Canonicus in Cöln, und nach dem Tode desletzteren wurden bei der Neuwahl Siegfried von Westerburgund Conrad von Berg mit gleicher Stimmenzahl zu Nachfolgernerwählt. Papst Gregor X. aber zog ihn seinem Gegner vorund erklärte in einem aus Lyon, 3. April 1275 datierten Er-lasse 1 ), dass er zur Wiederbesetzung des Kölner Stuhles sowohldie Postulation, als die Wahl Conrad's verwerfe und Siegfried

0 Wenk, Hess. Gesch. I. 445. und Ennen, Quellen zur Geschichte derStadt Cöln (Cöln, 1867) III. 72. Urk. nr. 99. Schon die Adresse ist an denArchiepiscopus gerichtet: „In te direximus oculos nostrae mentis, quem — delitterarum scientia, morum maternitate, prudenti spiritualium et temporaliumProvidentia et devocionis sincera ad Romanam et Coloniensem ecclesias habitafide dignorum testimonia commeudarunt. quapropter — te prefate Coloniensiecclesie prefecimus in archipiscopum et — pallium, insigne pontificalisofficii — tibi fecimus assiguari .... Lucdani, IH. Non. April. Pontificatusnostri anno quarto." Die Urkunde befindet sich im Cölner Stadtarchiv (Copiarium

a . xn. 4. f. 1.)