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2 (1891)
Entstehung
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beide Tlieile (durch die Grafen von Dietz und von Sayn) anden Hof des deutschen Königs Wilhelm von Holland beschie-den werden. Indess blieben die angestellten Sühneversucheohne sonderlichen Erfolg, wie denn sodann die unter demInterregnum herrschende Verwirrung, Gesetzlosigkeit undWillkür viel zur Vergrösserung dieser Familienstreitigkeitenbeitragen mochten 1 ).

Dass über die Sache nicht durch die genannten Grafenrechtskräftig entschieden werden konnte,' sondern dieselbe un- ,mittelbar an den König gebracht werden musste, ist einabermaliger Beweis für die Reiclisuiimittelbarkeit und Semper-freiheit dieses angesehenen Dynastenhauses?'

Siegfried IV. war ein eifriger Anhänger des Königs Wilhelmund begleitete denselben oft auf seinen Reisen; so finden wirihn beim Könige im Lager vor Ingelheim, wo er 1247 in einerköniglichen Urkunde als Zeuge vorkommt; 1255 contrasignierteer König Wilhelms Erlass, worin dieser der Stadt Speyer alleihre Rechte und die darüber lautenden Urkunden bestätigt 2 ).

Siegfrieds IV. Bruder Theodorich hinterliess drei Kinder:Wilhelm (um 1270), Siegfried K, Grafen zuRunckel (1275—1288),und Bela; dieser Siegfried T, der Stifter, setzte das HausRunckel fort, während Siegfrieds IV. Sohn, Heinrieh I., alsHerr zu Westerburg das Haus Westerburg fortpflanzte.

Siegfried IV. starb um 1266 oder 1267.

Seine Gemahlin war eine Geborene von Rittberg (oder 384eine Gräfin von Dietz 3 ), mit welcher er 7 Kinder hatte, 4 Söhneund 3 Töchter. 3 Söhne wählten den geistlichen Stand, und

') Un gedruckte archivaliche Sammlung des Herrn Canzleidirectors Miilmannzu Runckel.

2 ) Reck, Gesch. der Häuser Isenburg, Wied u. Runckel, p. 71.

3 ) Wenck, Hess. Gesch. I. 445; Knoch's handschriftliche Chronik führtaus Leopoldi Annal. Colon, ad an. 1296 an: Erzbischof Siegfried von Cöln sei nachWestfalen goreist, um seiner Mutter Brudertochter zu verheirathen.