Das Haus Westerburg.
Siegfried IV.
Er nannte sich zwar auch Herr von Runckel, da nachder väterlichen Verordnung fast Alles in Gemeinschaft blieb 1 ),ist aber als der eigentliche Stifter der W esterburg er Linieanzusehen, während sein Bruder Theodorich, obwohl er sichauch von Westerburg nannte, gerade umgekehrt das HausRunckel fortsetzte.
Bald nach seinem Regierungsantritt bereits gerieth erin Uneinigkeit mit seinen Vasallen von Biedenfeld, besondersheftig 1230, und zwar wegen des zum Lehen Biedenfeld ge-hörigen Patronatrechts zu Battenfeld, doch kam es schliesslichzu einem für ihn günstigen Vergleiche 2 ).
Die sehr?grossen Besitzungen des Hauses gaben über-haupt Anlass zu mancherlei Irrungen, so 1255 mit dem GrafenGerhard von Dietz. Doch wurden dieselben im gleichen Jahredahin beglichen, dass Siegfried von den eignen Gütern, die ervon seinem Vater und seiner Grossmutter geerbt, in Salz,Hasselbach und Erlenbuch, den vierten Theil, und einer seinerSöhne die erste im Stifte Salz aufkommende Pfründe von dem
') Leiningen-Westerburg. Salbuch, im Archiv zu Darmstadt.2 ) Knoch, handschriftliche Chronik.