Bei Gross in Freiburg i/B.
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aufgenommen, bei ihrem Scheiden aber schmerzlich vermißt werden, jeden-falls zeugen die in: obigen Briefe erwähnten Pläne feines Aarauer Prinzipals,ferner die ihn: bei der Übernahme des Leipziger Geschäftes erteilte Empfehlungder Firma Sauerländer, sowie die wahrhaft herzlichen und freundschaftlichenGesinnungen, die ihn: in der ganzen Folgezeit von dieser Familie gewidmetund von ihn: in gleicher Wärme erwidert wurden, dafür, daß er auch dortverstanden hatte, sich ein Andenken zu schaffen, das immerdar in Ehren blieb.
Der erwähnte kurze Brief aus Frciburg ist der einzige aus feinen:dortigen, nur nach Abonaten zählenden Aufenthalte. Er kündigt seinen Be-such zur Asiesfe an, auf der er diesmal für die Firma Gross abzurechnenhatte, das große Ziel für den Ehrgeiz jedes damaligen Gehilfen, womit ihn:öffentlich vor aller Welt bezeugt wurde, daß er im Besitz des vollen Ver-trauens der von ihn: vertretenen Firma war. Die Gewißheit, seine Liebennach langer Trennung wieder zu sehen, versetzt ihn in sehr gute Stimmung.Die Furcht feiner lieben Schwester Justine, er möchte sich in der bevor-stehenden Abesse oft von seinen Freunden abhalten lassen, des Abends den trautenFamilienkreis aufzusuchen, muß er als nicht unbegründet anerkennen, dochverspricht er sie immerhin zufrieden zu stellen und hofft, wenn es die Um-stände irgend erlauben, es möglich machen zu können, nach der Abcsse nocheinige Tage ganz bei den Scinigen zuzubringen. Über sein Äußeres meldeter vorsorglich, um unbegründete Hoffnungen in: Aeime zu ersticken und schmerz-lichen Enttäuschungen vorzubeugen: „Seit meinem Hiersein bin ich fortwährendgesund, obgleich die Witterung ziemlich veränderlich ist und die Temperaturwegen der Berg- und Thalwinde häufig wechselt. Verändert habe ich michebenfalls nicht, die gute Aüche der Abad. Sauerländer hat nur nicht besserwie das schlechte Berliner Essen zugeschlagen, das heißt ich bin weder dickernoch größer geworden, die gute Abutter wird daher nicht das Vergnügenhaben, mich dickbackiger wie das letzte Abal wiederzusehen." Sein Eintreffenin Leipzig stellt er für den 8. Abai vormittags in Aussicht.
Der Aufenthalt in Freiburg dauerte nach der Rückkehr von der Reisenur noch bis in den Juli. Immer mehr regte sich in ihn: die Lust, sichauf eigene Füße zu stellen, trug er doch in sich das Bewußtsein, daß er allenmit der Leitung eines Geschäftes verbundenen Anforderungen völlig genügenkönne und seine ganze reiche Araft erst zur Geltung bringen würde, wenn ersie ungehemmt von jeder fremden Einwirkung einsetzen könne. Damals botsich die schon oben erwähnte Gelegenheit, die Firma E. A. Fleischmann inAbünchcn zu übernehmen. Er gab deshalb die Frciburger Stelle aus underhielt über seine Thätigkeit folgendes Zeugnis:
Abit wahren: Vergnügen ertheile ich den: Herrn Franz Köhler ausLeipzig das Zeugnis, daß ich Ihn als Geschäftsführer meiner Universitäts-Buchhandlung und Bnchdruckerey in Freiburg in: Breisgau, als einen