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Das Buchhandlungshaus K. F. Koehler in Leipzig : 1789 - 1889 ; ein Rückblick auf s. 100jähriges Bestehen
Entstehung
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Bci Lciue in Berlin.

Schweinen gewesen, welche ihn auch fortwährend mehr wie Bücherpacketezu beschäftigen scheinen. Der Vater hat ihn nach seiner Manier bereitseinigemale schon etwas zusammengearbeitet welches wie er hofft guteDienste thun wird. Er ist sonst willig, allein etwas vernagelt. Der guteVater ist jetzt wieder wie schon gemeldet bis auf den Husten der manch-mal wiewohl nur selten und auch nicht mehr so heftig kommt, gesundfreilich aber noch ein wenig matt, indessen erholt er sich zusehends wieder,das größte Unglück für ihn und uns alle ist es wenn er, wie es zuweilengeschiehet nicht gut schläft, er ist dann den ganzen Tag verstimmt. Ausmeinem Besuche in Gera wird wohl nichts werden, weil sich der Vatergar zu allein fühlen würde ....

Zn den Schluß des Berliner Aufenthaltes fällt ein großer Plan desnunmehr Zweiundzwanzigjährigen, nämlich ein reiflich ausgearbeitetes Projekt,nach Amerika zu gehen und in Philadelphia eine Buchhandlung zugründen. Die Sache ist für die Tharakterisierung des Briefschreibcrs sowichtig und interessant, und wirft dabei ein so Helles Licht auf feine sorgsame,alle Seiten eines Unternehmens prüfende Art und seinen klaren, verständigenGeist, daß wir den größten Teil des abermals an den damals bci Z. G. Heysein Bremen befindlichen Bruder gerichteten Schreibens hier wörtlich abdrucken.

Deine lieben Schreiben vom r <L ^a ü. sind mir richtig zugekommenund besonders hat mich das vom ^o'- gefreut, worin du mir deine Mei-nung über mein vorhaben, America zu besuchen, mittheilst.

Es war nur sehr angenehm von dir ein hinsichtlich dieser Angelegen-heit leidenschaftsloses Schreiben zu erhalten, und es macht mir VergnügenDir meine Gedanken über diese Sache fortan mittheilen zu können. Duwünschst etwas näheres über meinen Plan zu erfahren und ich glaubtedeinem Verlangen nicht besser als durch Uebersendung der Briefe ent-sprechen zu können, die ich in Bezug auf diesen Gegenstand an den Vaterschrieb. Zch glaube daß ich darin sowohl die Ursachen die mich zur Auf-fassung meines Planes bewogen, als auch die Mittel zur bestmöglichstenAusführung desselben, kurz aber doch deutlich angegeben habe.

Bevor ich Dir daher mehr über diese Angelegenheit schreibe, will ichabwarten was Du mir über das Ganze melden wirst und beschränke michhier blos Dich von einer Aenderung meines Plans, hinsichtlich der Zeitder Ausführung desselben, zu unterrichten.

Wiewohl ich mir die Erlernung der englischen Sprache angelegen seinlasse, so sehe doch recht gut ein daß ich bis ^.uZust nicht die Fertigkeitdarin erlangen werde die mir unumgänglich nöthig ist, wenn ich bey Aus-führung meines Unternehmens nicht von dieser Seite auf Schwierigkeitenstoßen will. Da mir nun auch ferner ein verweilen von ^ oder 2 Zahrenin einem thätigen Sortimentsgeschäft nur von Nutzen sein kann, so habeich mich entschlossen diese Zeit in einen solchem Geschäfte zuzubringen undwerde nun bemühet sein eine diesem Wunsche entsprechende Stelle zu er-halten. Mein Bestreben ist es eine Stelle in Hamburg zu erhalten undsollte es mir nicht gelingen bey Dsrtüss A kZ anzukommen so werde suchenzu Botkumun <L Liamps zu kommen. Hier bleibe ich auf keinen Fall länger