^ Die Firma U. F. Reehlcr in Leipzig. II. Wo—W2.
und Iohanni s825 finden wir ihn bereits in der Handlung von FriedrichLaue in Berlin, der früher Rulitär gewesen war.
Hier kau: der erst zwanzigjährige Geschäftsmann nun in sein richtigesFahrwasser, In der Familie Gnslin fand er einen Rreis, wo er mit den:freundschaftlichsten Wohlwollen aufgenommen wurde und sich bald als Haus-freund und Familienglied fühlte. Auch zu Georg Renner unterhielt er dieangenehmsten Beziehungen. Bon seinem Prinzipal war er ursprünglichder Sitte der Zeit gemäß gegen freie Station engagiert, dessen Wohnung magaber zu beschränkt gewesen sein, denn er spricht sich in einen: Briefe von:o. Februar s326 sehr zufrieden darüber aus, daß er für sich wohne, daßhierin auch allen: Anschein nach keine Änderung zu erwarten sei und daßer sich sehr freue, sein eigener Herr zu sein. Auch das Geschäft macht ihn:viele Freude, wenn er auch zuweilen über die gar zu große Selbständigkeitseufzt, die doch auch all zu viele Arbeit in: Gefolge habe. Dazwischen kommenwohl einmal Alagen, daß die Hände wieder dick würden und zu brennenanfingen als böse Grinnerung an die s?otsdan:er Zeit, und daß er höchstwahrscheinlich das ganze Remittieren fast allein besorgen müsse. Zwar habeer schon hin und her gedacht, wie er Lauen dabei beschäftigen solle und habe„nun beschlossen, immer gleich die Remittendcn auf Fakturen zu schreiben,die Laue dann eintragen könne." Gin merkwürdiges Verhältnis zwischeneinen: einundzwanzigjährigen Gehilfen und seinen: j?rinzipal!
Aber das Leben war doch auch voller Anregung. Interessante Rundenbesuchten oft das Geschäft, wie der damals berühmte Saphir, der fast täglichkam und über den sich Rochler in: Ansang sehr günstig ausspricht, ihn baldaber doch „recht seicht" findet. Viele angenehme Bekanntschaften werden ge-macht, es wird tüchtig gelernt und neben den: Französischen jetzt auch dasGnglische eifrig getrieben. Auch von: Tanzen ist manchmal die Rede, in:allgemeinen spielen derartige Vergnügungen aber doch eine ausfallend geringeRolle in den: Leben dieses noch so jungen Blanncs, der sich in vollster brüder-licher Unbefangenheit gegen den Gmpfängcr der Briefe, den damals in derFlittnerschen Buchhandlung in Frankfurt a/Gder angestellten Bruder äußert.
In das Jahr s826 fällt ein kurzer Aufenthalt in Leipzig, wo er demVater in: Geschäft bcistand. Am ö. Juli dieses Jahres schreibt er den: Bruder:
Du wünschest etwas von nur zu hören wie ich aus Deinen an Justinengerichteten Zeilen ersehen habe, gleich wohl bist Du selbst nicht der LhrenDeine brüderliche Liebe mit einen RIachwerk Deiner Bände zu erfreuen.Dießmal will ich indessen 7 gerade sezm lassen und den Großmüthigenspielen. Ls fragt sich nur ob interessanter Stoff genug zu verarbeitenvorhanden ist worüber ich mein Geschreibsel ausdehnen will. Den wich-tigsten giebt ohne Zweifel unser neuer kleiner DIarkthelfer welcher freilichin kls° gerathen ist, mit der Zeit und durch besseres Futter aber sich ge-wiß zu grg" umgestalten wird. Gr ist früher Befehlshaber von z Schock