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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
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Erneute Gründling dcS litcrarischm Museums.

Bündel schnüren, er wolle ihm jährlich 400 Thaler geben, damit er inRuhe studircn könne. Dies Versprechen hat denn Johann Christoph Arnoldauch redlich gehalten und Adrian Ludwig Nichter ist ihm dafür zeitlebensdankbar geblieben. Das in seinen Lebenserinncrungen 2. Abth. S. 87 er-wähnte Bild Nr. 1, Salzburger Gebirgsbild, der Watzmann (wohl dasgrößte und schönste Bild, welches Richter gemalt) hat er seinem Gönnerals sichtbares Zeichen der Dankbarkeit verehrt; es befindet sich, was WohlWenige wissen werden, noch jetzt im Besitz des Herrn Carl Friedrich Lenbnerin Dresden, Bruder des Erben Christoph Arnold's.

Der immer mehr und mehr sich bemerkbar machende Geschmack anlitterarischen Dingen veranlaßte Arnold, das vor Jahren eingegangeneliterarische Museum neu aufleben zu lassen und zwar in den Räumen, wosich jetzt in dem Hause Webergasse 2 der zweite und dritte Laden befindet.In dem seiner Zeit ungemeines Aufsehen erregenden Buche von JanusCharaktergcmälde von Dresden grau in grau" heißt es darüber:DasAruold'sche Museum wird mit Recht zu den Instituten gerechnet, auf welche,wegen seiner seltenen Vollkommenheit und der Umfasscnhcit seiner Tendenz,unsere Stadt stolz sein darf. Es umfaßt den bei weitem größten Theilder gesammten wissenschaftlichen, ästhetischen und politischen Journale desIn- und Auslandes, wobei besonders die Reichhaltigkeit der bekanntlich sokostspieligen englischen und französischen Journale bewundert zu werdenverdient. Ausgemacht ist es. daß keine Stadt in Deutschland sich einesähnlichen completen Jourualisticums zu rühmen hat. Bedenkt man dabei,daß eine Mittelstadt, wie Dresden, trotz des dasigen literarischen Verkehrsdoch ein Institut dieser Art nicht eigentlich zu unterstützen vermag und daßselbiges dem wackeren Unternehmer jedenfalls noch Zuschüsse verursacht, diedieser nur der Gemeinnützigkeit der Sache opfert, so verdient derselbe umso mehr Achtung uud Dauk dafür. Das Lokal dieses wirklich berühmtgewordenen Lesecabincts ist unmittelbar mit dem der Buchhandlung ver-bunden, und man genießt dadurch den Vortheil, daß man auch alle neuerschienenen Bücher dort vorfindet und sich, wenigstens flüchtig, damit be-kannt machen kann. Schwerlich dürfte es in ganz Dresden einen öffentlichwirkenden Gelehrten geben, der nicht Abonnent dieses Lesccirkels wäre, undschwerlich dürfte irgend ein namhafter Fremder denselben unbesucht gelassenhaben, und gewiß erhält dieses Institut durch den Umstand, daß man dort