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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
Entstehung
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Bekanntwerden mit C. A. lind A, L. Nichter.

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Nachdein Arnold in den eigenen Besitz des Hauses gelangt war, bauteer die Partcrrcräumlichkeitcn für seine Zwecke um. Die Hausthüre nebstFlur, zu welchen man ehemals vom Altmarkte aus gelangte, wurden nachder Webergasse verlegt. In die Raume, in welchen sich jetzt die FirmaC- Hesse befindet, kam die Buchhandlung und in die Loealitäten, welche dasGeschäft gegenwärtig inne hat, die Kunst- und Musikalienhandlung.

Mit der Beendigung der Nnpvlconischeu Herrschaft, dem Erlöschender Kricgsfackel in Deutschland und dem Wiedereintreten des lang entbehrten,heiß ersehnten Friedens begann sich auch in Dresden der Fremdenbesnchwieder merklich zu heben, eine freudige Wahrnehmung, welche auch vonJohann Christoph Arnold gemacht wurde und die ihn veranlaßte, sich mitneuen größeren Unternehmungen zu beschäftigen.

Um dem eingetretenen Bedürfnisse nach Ansichten von Dresden undUmgebung zu begegnen, wollte er zunächst Nadirungcn davon herausgeben.Er hatte auch schon Probcplatten anfertigen lassen, indessen fanden die-selben seinen Beifall nicht. Durch Zufall kam er nun eines Tages in dieBehausung des ihm von früher her bekannten Malers und KupferstechersC. A. Nichter und sah bei dieser Gelegenheit dessen Arbeiten, welche ihmganz gut gefielen. Sofort verwarf er die angefertigten Probeplatten gänz-lich und beauftragte den letztereu mit der Anfertigung der geplantenRadirungen. Richter hatte diesen Auftrag mit Freuden angenommen.Arnold war dadurch auch mit dem Sohn C. A. Richter's, dem nachmalsso berühmt gewordenen Maler des deutschen Familienlebens, AdrianLudwig Richter, bekannt geworden, und interessirte sich um so lebhafterfür ihn, als dieser seinem verstorbenen Sohn, der auch gern gemalt hatte,sehr ähnlich sah. Arnold hatte sich natürlich auch die Arbeiten des jungenRichter zeigen lassen und dabei gefunden, daß dieser viel Geschick in diesenDingen besaß. Er bestimmte deshalb, daß der Sohn an den seinem Vateraufgetragenen Arbeiten theilnehme, die Zeichnungen dazu nach der Naturaufnehme und so die ganze Sache besser fördere. Dies geschah denn auch;die Bilder von Nichter Vater und Sohn fanden beim Publikum Anklang,Arnold machte gute Geschäfte und er beschloß deshalb, für den jungenNichter etwas zu thun. Er theilte ihm daher eines Tages mit, daß errecht wohl wisse, wie sein Sehneu nach Rom stände, er solle nur sein