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Hundert Jahre Geschichte der Arnoldischen Buchhandlung zu Dresden von 1790 - 1890
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Hercmsgave des Adreßkalciidcrs von Dresden.

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schen Erben verkauften dieses Geschäft, welches Christoph Arnold stetseigenthümlich angehört hat und dem Winkler nur zur Führung anvertrautwar, am 29. December 1847 an den vor einigen Jahren verstorbenen Buch-händler C. Höckner, welcher früher in der Arnokdischcn Buchhandlung alsGehilfe gearbeitet hatte. Dieser verlegte seine Buchhandlung sodann indas Hotel zum Kronprinz, wo sie sich noch jetzt befindet und von seineinSohne weiter geführt wird.

Man ersieht ans allem diesen, wie vielseitig um die damalige ZeitJohann Christoph Arnold's Geschäftsthätiglcit war; sie erstreckte sich aufeine Verlags- und Sortimcnts-Bnch-, Kunst- und Musikalienhandlung, eineLeihbibliothek, einen Journallesezirkel, den Verlag des Dresdner Anzeigersund ein Kunstmuseum mit umfangreichem Verkaufslagcr musikalischer undmathematischer Instrumente. Unter den letzteren finden wir angezeigt, daßPianofortcs in Flügelform von Eichenholz 6070 Thaler, Claviere vonKnobel in Frciberg 50 Thaler, von Rosenkranz 28 Thaler, Harfen 16 bis20 Thaler, Guitarren 910 Thaler, eine große Harmonika 150 Thaler,Aeolsharfen 1 Thaler 16 Groschen, Astrolabiums 65 und 14 Thaler kostetenund außerdem Messinglineale mit Dioptern, Boussolen, große und kleineStückzirkel, Sonnenuhren, Magnetnadeln, Sternuhren, Modcllkanonen u. s. w.daselbst zu verkaufen waren.

Im Jahre 1808 beschäftigte sich Arnold auch mit der Herausgabe einesAdreßkalcnders von Dresden. Das heute noch bestehende, zu einem wahrenRicsenumfang angewachsene Wohnungshandbuch der Königl. Residenz- undHauptstadt Dresden stammt von diesem Unternehmen her. Zwar warenschon in den Jahren 1797 und 1799 Versuche nach dieser Richtung hingemacht worden, es war aber der Absatz so unbedeutend gewesen, daßsich Niemand ermuthigt gefühlt hatte, wieder Geld in ein derartiges Unter-nehmen zu stecken. Das neue Unternehmen wurde mit nachstehender An-zeige bekannt gemacht:Der seit Jahren sehnlich erwartete Dresdner Adreß-Kalcndcr ist endlich auf das Jahr 1809, mit einem genanen Grundrißvon Dresden versehen, bey uns herausgekommen. Sein Erscheinen wirdjetzt wegen des Ausbleibens des Sächsischen Hof- und Staatskalendersfür Einheimische und Fremde doppelt willkommen seyn, weil im Adrcßkalendcreinerseits fast alles und andrerseits weil mehr als im Staatskalendcr auf-genommen worden ist. Außer der neuesten Hofordnung ist darin ent-