Gründung der Abendzeitung,
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da er sich mit Major Aster, der einen sehr leicht zum Streit geneigtenCharakter hatte, auf die Dauer nicht vertragen konnte.
In das Jahr 1804 fallt auch die Gründung der in der ersten Hälfteunseres Jährhunderts von großem Einfluß gewesenen Abendzeitung, welcheindirect ebenfalls nicht wenig zum Aufschwung des Arnold'schen Verlagesbeitrug, da er durch dieselbe mit den nachmals vielgelesencn AutorenFr. Laun, Clanren, Tromlitz, van der Velde, Th. Hell, Schilling, Broni-kowski, Weisflog u. f. w. in nähere Beziehungen trat. Ueber die Abendzeitungselbst ist folgendes zu bemerken. Am 16. Octobcr 1304 schloß Arnold mitH. A. Schulze einen Contrakt, dahingehend, daß Letzterer vom I.Januar 1305an eine Zeitung unter dem Titel „Abendzeitung" wöchentlich in zwei halbenBogen herausgeben sollte, und zwar in der Form der damals allbekannten„Zeitung für die elegante Wett". Ueber die weiteren Schicksale der Abend-zeitung ist folgendes zu berichten*):
Bereits 1806 unternahm die Arnold'sche Buchhandlung die Heraus-gabe einer Zeitschrift: die „Abendzeitung". Sie erschien aber nur wöchent-lich in zwei Nummern; Fr. Laun (Friedr. Aug. Schulze, f 4. September1849) und vr. Hartmann (später in Hamburg) redigirten sie; letzterer tratbald zurück. Mühsam schleppte sie sich durch die Kriegsunruhen und ging1807 ein. Später nahm die Verlagsbuchhandlung denselben Gedankenwieder auf und übertrug die Redaction dem Hofrath Winklcr (Th. Hell),welcher dann Fr. Kind zur Mitredaction aufforderte. Am 7. November 1816wurde ein neuer Contrakt abgeschlossen, daß die Zeitung von 1817 anwöchentlich in 6 Blättern in Quart, jedes zu einem halben Bogen wiedererscheinen sollte. Dies geschah auch. Bald jedoch fand man diese 6 Nummernzur Aufnahme der literarisch-kritischen Artikel nicht mehr genügend und sowurden ihr der „Wegweiser im Gebiete der Künste und Wissenschaften",der 1832 den Namen „Literarisches Notizenblatt" annahm, in zwei Stückeilwöchentlich, sowie ein vom Hofrath Böttiger redigirtcs „Artistisches Notizen-blatt" in zwei Stücken monatlich, in einigen Jahrgängen auch noch ein Bei-blatt: „Einheimisches", dann „Mittheilungen ans dem Gebiete der Floraund Pvmona" lind endlich „Didaskalien" zugesellt.
Die Herausgabe besorgte jederzeit Th. Hell allein, so daß Fr. Kindauch nicht Ein Blatt der Zeitung rcdigirt hat und daher auch seit 1327
*) Vergl. hierüber den Aufsatz iin „Dresdner Anzeiger" vom IS, September 188Z,