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PachNcchts Berkmif des Dresdner Anzeigers,
sichtigte Concessionirnng nochmals zu wehren versuchten, auch einen jähr-lichen Canon von 50 Thalern offerirten, oder wenn der Kurfürst dies fürzweckmäßiger finden sollte, die unentgeltliche Lieferung von Schul- und An-dachtsbüchern in derselben Hohe nach Abzug eines Drittels Ladenpreisesgegen die gnädigste Zusicherung, daß außer den bereits bestehenden vierBuchhandlungen keine neue Buchhandlung privilegirt werden solle. Jedocherhielt Pinther die Coneession mit der Beschränkung, nur Handel mitMnsikalien, Kupferstichen und Malereien treiben zu dürfen.
Auch wegen des in Pacht genommenen Anzeigers gerieth Arnoldnochmals mit dem Rath in Conflikt. Er hatte im Grunde genommen dieeine Pachtbedingung, daß keine Buchhandlung den Vertrieb übernehmendürfe, durch seine Etablirnng mit Wagner verletzt und wäre dadurch derVergünstigung der Portofreihcit verlustig gegangen. Der Rath hattenatürlich darauf geachtet und einen Bericht erfordert, weil er annahm, daßArnold seine Buchhandlung mit der Expedition der Frag- und Anzeigblätterverbunden habe oder doch zum mindesten die Spedition der letzteren durch seinGeschäft geschehen lasse. In einer Eingabe vom 13. August 1804 erstatteteArnold hierauf den vom Rath gewünschten Bericht lind theilt darin mit, daßer um der gemachten Vorschrift nachzukommen, Local und Personal strenggeschieden habe, wenn auch Adreßeomptoir und Buchhandlung sich in einemHause befänden. Nach längcrem Hin- und Hcrschreibcn wurde denn aucham 2. Juni 1806 die weitere Portofreihcit zugestanden. Es sei an dieserStelle gleich erwähnt, daß Arnold die Zeitung sehr bald in die Höhe brachte.Die Besitzerin des Privilegiums verkaufte aber dasselbe am 21. Juni 1806 anJustizamtmann Chr. A. Schulze für 27,000 Thaler. Am 27. November1806 verkaufte dann Arnold sein noch 6 Jahre geltendes Pachtrecht ebenfallsan gedachten Schulze für 7500 Thaler und zwar 5400 Thaler für dasPachtrecht und 2100 Thaler für das Privilegium. Schulze gerieth später inConcnrs, die umfangreiche Massenanseinandersetznng dauerte bis 1826,während welcher Zeit das Adreßeomptoir in Verwaltung blieb, durch Ver-gleich gelangte dann das Privilegium an die Vvrbesitzerin, Frau Dr. Nichterzurück, welche es mit dem folgenden Jahre an Major Aster verpachtete. Dadieser von der Leitung nichts verstand, wandte er sich an Arnold alsfrüheren Pächter und dieser übernahm auch im Jahre 1827 wiederum dieLeitung. Er behielt sie bis zum Jahre 1836, dann trat er wieder aus,