Gegenerklärung Pinthcr's.
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schickt, ferner wären im Arnold'schcn Museum allerlei Kunstsnchen ausge-stellt, was im Pinther'schcn liicht der Fall wäre. Von dem Plane desersten Unternehmers (Arnvld), nach welchem diese Anstalt besonders alsKnnstniedcrlage für Gelehrte, Künstler und Fremde dienen solle, sei Pintherganz abgegangen, sein Museum habe vor anderen gelehrten Anstaltennichts weiter voraus, als den vielen Staub, der daselbst läge."
Ans diese allerdings sehr deutliche Erklärung gab Pinther am 28. Julieine Erwiderung, die hauptsächlich darin gipfelte, daß die Lage des DresdnerBuchhandels nicht so schlecht sei, als sie die Jmpetratcn geschildert hätten,auch sei in Dresden, obgleich es vormals mehr Einwohner gehabt habe,jetzt die Zahl des lesenden Publikums eine viel größere, klage man dochüber die allgemein herrschende Lesewuth selbst in den niedrigsten Ständen.Auch habe sich die Zahl der Gelehrten und Litcraturfreunde bedeutend ver-mehrt. Es gäbe in vielen anderen Städten Deutschlands, welche Dresdenin jeder Beziehung weit nachstünden, einen weit blühenderen Buchhandel alshier, die Ursache davon wäre ohnfehlbar die Begünstigung, welche vor200 Jahren einige damals cxistirende Buchhändler durch Ausnutzung einesPrivilegiums für sich zu erlangen gewußt hätten und die nun darauf ge-stützt, infolge mangelnder Concurrcnz ihr Geschäft nachlässig betrieben unddas Publikum durch willkürliche Erhöhung der Bücherpreise beschwerten, sodaß sich der größte Theil des letzteren genöthigt gesehen hätte, seinenBücherbedarf mit vielem Zeitverluste und Portoaufwande von Leipzig zuverschreiben. Auch klage das Publikum darüber, daß selbst die gangbarstenBücher in den betreffenden Geschäften nicht ans Lager seien, wenn daher diePrivilegium Dresdner Buchhändler über schlechten Geschäftsgang klagten, soseien sie ganz allein selbst daran schuld. Das sicherste Mittel, dem hiesigenBuchhandel aufzuhelfen wäre daher, wenn derselbe wie in Leipzig undanderen kursächsischen Städten vollständig freigegeben würde. Ferner sei eseine übertriebene Anmaßung, sein Museum mit einem der anderen hiesigenMuseen zu vergleichen und gleichzustellen, das öffentliche Urtheil und sogardie Zeitungen hätten darüber längst zu seinen Gunsten entschieden.
Auf dieses erneuerte Gesuch hin bekam Pinther am 20. November 1804wirklich die gewünschte Concession, trotzdem die vereinigten Dresdner Buch-händler in einer kurzen Eingabe vom 23. November sich gegen die beab-
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