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Streitigkeiten der Dresdner Buchhändler mit Pinther,
ments zu verzeichnen gewesen, was nach gar nie dagewesen sei, so langeder Buchhandel cxistire; nach den ausgebliebenen Zahlungen zu urtheilen,sei anzunehmen, daß im nächsten Jahre mindestens 30—40 Firmen auf-hören müßten, weiter zu bestehen. Es hätten in Leipzig eine Menge Menschenaller Art, welche auf ihr eigentliches Metier nicht fortkommen konnten, einensogenannten Buchhandel angefangen, so daß die Zahl der Firmen in einigenJahren von 20 auf 50 gestiegen sei. Diese 50 Geschäfte hätten alle ihrLeben fristen wollen, in Folge dessen seien alle in einem Umkreis von30 Meilen um Leipzig liegende Ortschaften mit Anerbietnngcn von wohl-feilen Büchern derartig überschwemmt worden, daß der übrige sächsischeBuchhandel fast ganz ruinirt würde, wenn nicht bald Maßregeln zur Ein-schränkung der Zahl der Handlungen ergriffen würden. Bevor nicht dieHälfte der jetzigen Buchhandlungen ihre politische und physische Endschafterreicht hätten, sei eine Besserung des todtkranken Buchhandels überhauptnicht zu erhoffen. Diese allgemeine Ansicht des Buchhandels gelte insbe-sondere auch von Dresden. Es habe Zeiten- gegeben, da Dresden um20,000 Einwohner reicher gewesen sei, von denen mancher eine Bibliothekzusammengekauft habe, blos um die Bücher schön eingebunden und unge-lesen hinstellen und zeigen zu können, da es ehedem zum guten Ton gehörthabe, eine reichhaltige Bibliothek zu besitzen. Auch hätten in Dresden keineLesebibliotheken, Lescgesellschaftcn und Journalisticnms bestanden, die wenigenBüchcrantignarc hätten sich auf dcu Verkauf von geistlichen und Schul-büchern, sowie Robinsons beschränkt. In Meißen, Pirna, Freiberg hättees keine Buchhandlungen gegeben, au Verschreibuugeu aus Leipzig hätteNiemand gedacht, noch weniger an ein Rabattgeben, wozu sich die DresdnerFirmen infolge der immermehr übcrhand nehmenden Leipziger Concurrenzleider jetzt auch hätten entschließen müssen."
Des Ferneren wird nun Pinther wegen der vortheilhaften Schilder-ungen seines Museums energisch entgegengetreten. „Vor allen Dingen seisein Museum nicht das Einzige, wie er in seinem Gesuche angebe. DasPinther'sche Museum bestände nur in einigen Zeitungen und mehrerenJournalen, die man daselbst lesen und die er auch ohne eine Buchhandlungerhalten könne; im Arnold'schen Lesemusenm wären mehr als 30 deutscheund ausländische Zeitungen für Jedermann unentgeltlich zu lesen und mehrals 90 Journale würden Interessenten gegen Abonnement in's Haus ge-