Streitigkeiten der Dresdner Buchhändler mit Pinthcr,
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früher feindlichen College« einmüthig und geschlossen beisammenstehen, alses galt, sich gegen das am 4. Juni 1804 beim Kurfürst Friedrich Augusteingereichte Gesuch H. G. Pinther's, des früheren Compagnons Arnold's,zu wehren. Pinthcr bittet nämlich, ihm zu gestatten, „mit seinem Museum,— das für die Residenz ohnfehlbar erwünscht und schätzbar, auch wegen derbeträchtlichen Militair-Garnison, sowohl als der dasigen Ritter-und Kunst-akademie nicht ohne Nutzen sei, indem junge Offiziere und Künstler ihreNebenstnnden nicht nützlicher zubringen könnten als an dieser Stelle, dessenUnterhaltung aber mit beträchtlichen Kosten verknüpft sei, und damit erdemselben auch fernerhin mit Nutzen vorstehen könne, und noch einigesVerdienst nebenbei habe, in Zukunft eine öffentliche Buch-, Kunst- undMusikalienhandlung verbinden zu dürfen". Dieses Gesuch Piuther's wurdevom Kurfürsten an den Rath abgegeben, mit der Aufforderung, nach ein-gezogener Erkundigung gutachtlichen Bericht zu erstatten. Daraufhin wurdendie damals concessionirten vier Dresdner Buchhändler, nämlich Walthcr,Hilschcr, Gcrlach und Arnold, am 19. Juni 1804 auf das Nathhaus be-fohlen, ihnen daselbst das Pinther'sche Gesuch vorgelesen und aufgegeben biszum 30. desselben Monats Bericht darüber zu erstatten.
Dieser Aufforderung kamen die Besitzer der erwähnten vier Hand-lungen pünktlich in einer nicht weniger als 11 Foliobogen starken Eingabenach; sie erklärten darin, „daß, wenn das Pinther'sche Gesuch genehmigtwürde, es vollends um den Dresdner Buchhandel geschehen wäre. Pinthcrselbst verstünde vom Buchhandel gar nichts, denn als er als Arnold'sCompagnon beim Museum eingetreten, wäre ihm der ganze Buchhandel eineneue Welt gewesen. Dieses habe sich auch nicht geändert, obgleich er unterder Firma einer gar nicht existirenden Buchhandlung in Pirna ein paarPiöcen verlegt habe und dadurch zu dem festen Glauben gekommen sei, erverstünde nunmehr den Buchhandel. Nun wäre aber je.tzt die Lage desBuchhandels die denkbar traurigste; man habe sich sogar in Leipzig, wodoch ein ganz anderes Interesse für die Freiheit des Buchhandels vorhandensei, als in Dresden, genöthigt gesehen, einschränkende Maßregeln zu er-greifen und neue Concessionen von einem gewissen Vermögensbetrage abhängigzu machen. Die cxistirende Anzahl der Buchhandlungen stünde in garkeinem Verhältniß zu dem Bücher bedürftigen und kauflustigen Publikum;die Banquerutte häuften sich, in der heurigen Ostermesse seien sieben Falli-